Finanzanlage und Investitionen in Zeiten eines Bärenmarktes in Kryptowährungen

Ob klassische Börsen, Anleihen-, Devisen-, Edelmetall-, Termin- und Rohstoffmärkte, Immobilen oder Kryptowährungen, die gesamte Finanzwelt wird momentan kräftig durchgeschüttelt und erlebt heftige Turbulenzen. Die ständige Geldschöpfung durch FIAT-Währungen haben in Verbindung mit der weltweiten Corona-Pandemie, den instabilen Lieferketten und den Folgen, des von Russland angezettelten, Ukraine Krieges zu Rohstoffpreisexplosion, Inflation und großen Marktverwerfungen geführt. Mit Zinssteigerungen versuchen die Notenbanken, die Inflation, die sie selbst durch ungebremste Geld- und Kreditschöpfung herbeigeführt haben, wieder einzufangen. Viele hoch gehypten Highflyer aus den verschiedenen Anlageklassen haben teilweise heftige Kursrückgänge zu verzeichnen. Es spricht im Moment wenig dafür, dass sich die Märkte kurzfristig wieder beruhigen. Denn, der Wind auf den Finanzmärkten hat sich gedreht. Wer jetzt sein Anlageschiff schnell an den neuen Wind anpasst und den richtigen Kurs steuert, wird allerdings mit hohen Gewinnen in Geldanlageregatta belohnt werden. Wer verbissen einen alten Kurs weiter segelt, wird abgehängt. Bei der Anlageklasse Digitalwährungen, gilt es Kryptowährungen mit Potenzial als Anleger zu identifizieren und hier gezielt zu investieren. Denn Umbruchzeiten, sind immer Perioden der großen Chancen.

Die wichtigsten Digitalwährungen

Den Markt der Digitalwährungen bestimmen zehn Kryptowährungen. Sie vereinigen den weit überwiegenden Teil der Marktkapitalisierung auf sich. Erfahrungsgemäß sind das auch die Währungen mit dem höchsten langfristigen Potenzial. Ein Investor sollte diese Digitalwährungen im Fokus haben und genau beobachten.

Die Krypto-Währung Top Ten nach Marktkapitalisierung

  • Bitcoin (BTC)
  • Ethereum (ETH)
  • Tether (USDT)
  • Binance Coin (BNB)
  • USD Coin (USDC)
  • Ripple (XRP)
  • Cardano (ADA)
  • Terra (LUNA)
  • Solana (SOL)
  • Avalanche (AVAX)

Die Börse ist mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Bärenmarkt geworden

Der Betrachtung von Finanzmärkten ist immer Psychologie der Marktteilnehmer wichtig. Viele Marktakteure kennen Bärenmärkte nur aus den Berichten älterer Kollegen. Sie haben nur Erfahrungen in den optimistischen Bullenmärkten gemacht. Investments in Bullenmärkten sind nicht so kompliziert. Es gilt den Trend zu finden und konsequent Positionen aufzubauen. Kurzfriste Marktkonsolidierungen können locker ausgesessen werden oder in diesen Phasen zuzukaufen.

Ein Bärenmarkt, also wenn ein Kursrückgang mindestens 20% beträgt, sorgt zuverlässig dafür, dass Anleger freiwillig oder unfreiwillig Geld aus dem Markt nehmen. Das verfestigt den einen gewissen Zeitraum sinkende Kurse. So verfestigt sich der Bärenmarkt. Denn, es ist nicht genug Geld für Zukäufe im Markt vorhanden. Das gilt auch für Kryptomärkte.

Hartgesottene Daytrader lieben Bärenmärkte. Sie setzen auf Shortpositionen. Die Herausforderung ist, dass günstige Einstiegspositionen gefunden werden. Mit Stop-Loss-Order werden Risiken begrenzt. Wichtig sind immer regelmäßige Mitnahmen um Gewinne zu sichern. Hohe Liquidität ist in einem Bärenmarkt unerlässlich. Auf Tagesbasis sind starke Bewegungen in eine bestimmte Richtung keine Seltenheit. Allerdings, Daytrading im Bärenmarkt erfordert viel Präsenz und Aufmerksamkeit. Ist also zeitintensiv.

Lang- und mittelfristig orientierte Anleger konzentrieren sich auf das stets offene zeitliche Ende des Bärenmarktes und investieren daher weit nach vorn. Den richtigen Einstiegsmoment zu finden ist die Kunst. Wer zu schnell einsteigt, ‘greift in das fallende Messer‘. Den niedrigsten Kurs wird kein Anleger zu fassen bekommen. Hektik ist hier ein ganz schlechter Ratgeber. Deshalb sollte auf die Signale einer Trendumkehr geachtet werden.

Warum sollten Sie in eine Kryptowährungen investieren?

Die einfache Gegenfrage: ‚Warum sollten Sie nicht investieren?‘ ist durchaus berechtigt und kann positiv beantwortet werden. Denn der Markt der Digitalwährungen war durchaus durch Kursübertreibungen gekennzeichnet. Die momentan bereinigt werden. Die jetzige Marktsituation ist zwar unsicher, aber sie bietet auch wieder realistische Einstiegskurse. Realistische Kurse sind eine gute Basis für eine zukünftige positive Kursentwicklung.

Vielleicht sollte man sich eine simple Tatsache in Erinnerung rufen. Dass Digitalwährungen sich problemlos nur bergauf entwickeln, stand nirgendwo geschrieben. Die Marktgesetze sind für alle Finanzprodukte gleich. Rückschläge, Durststrecken, Phasen der Unsicherheit, Inflation, Bullen- und Bärenmärkte gehören dazu.

Die Vermögensinflation wird aktuell korrigiert

Die unverantwortliche große Geldschöpfung der Notenbanken verbunden mit der Nullzins-Politik hat erst die Vermögensinflation angeheizt und ist der Treibstoff für die aktuelle Inflation, die von den Vermögenswerten auf die  realen Märkten übergesprungen ist. Viele Ökonomen haben davor gewarnt. Sie sind allerdings nicht ernstgenommen worden.

Allerdings, in der ersten Phase konnten sich Digitalwährungen noch nicht vom allgemeinen Marktgeschehen entkoppeln. Nur, das ist eine Momentaufnahme, denn als digitales Gold haben Kryptowährungen das Potential eines sicheren Hafens.

Schon jetzt haben Die Kryptos zusammen mit Fintechs und ihrer Technologien die Finanzwelt verändert. Ihr Wachstumspotential ist weiterhin ungebrochen, macht aber gerade eine Pause.

Diversifizieren

Die alte Börsenregel: ‚Nie alle Eier in einer Korb legen‘, ist unvermindert gültig. Wer in Kryptowährungen sich engagiert, sollte ein Mix in verschiedenen Wallets aufbauen. Denn die einzelnen Kryptos sind unterschiedlich von Marktbewegungen betroffen. Ein Digitalwährungsdepot wird dadurch stressfester und resilienter. Diese Strategie empfiehlt sich für langfristig orientierte Investoren. Ein wichtiger Faktor ist außerdem eine intelligente Kombination der Währungen.

Das Fazit und der Ausblick

Es spricht viel dafür, dass Kryptowährungen mittel- und langfristig sich stabilisieren. Ein Hauptgrund liegt darin, dass die hinter den Digitalwährungen stehende Technologie sich in der Finanzwelt etabliert hat. Auch in Deutschland sind Kryptowährungen bei Banken, Fonds und Family Offices kein ‚Schmuddelkind‘ mehr.

Marktanalysten raten zur Ruhe. Zwei Strategien bieten sich für Anleger an. Erstens die langfristige Perspektive. Den Markt genau beobachten und im richtigen Moment kaufen. Die zweite Strategie fußt auf die hohe Volatilität der Kurse. Das begünstigt Daytrading.

Allerdings wird es zu einem Ausleseprozess kommen. Marktbeobachter haben mehr als 8.000 Kryptowährungen gezählt. Zum Vergleich, weltweit gibt nur 160 klassische reale Währungen.

Viele Kryptos sind reine Copy Cats und Trittbrettfahrer. Häufig höchst spekulativ in den Markt gebracht und unterkapitalisiert. Hier wird es zu konsequenten Marktbereinigung kommen. Etliche Preisübertreibungen, die von Spekulanten los getreten wurden, rächen sich jetzt. Starke Digitalwährungen werden an Bedeutung gewinnen. Die gilt es zu identifizieren. Das ist die Chance.

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