Gesunde Raumluft – diese Tipps helfen

In Deutschland verbringt jeder Mensch im Durchschnitt etwa 80 bis 90 Prozent seiner Lebenszeit in geschlossenen Räumen. Ein großer Teil entfällt dabei auf die Schlafens- und Arbeitszeit. Dazu kommen das Kochen, Essen sowie die Freizeitgestaltung. Insgesamt steigt sogar die Zeit, in der sich Personen in Räumen aufhalten, an. Deshalb ist es umso wichtiger, dass auf eine gute Raumluft geachtet wird.

Deshalb ist eine gute Raumluft wichtig

Luft ist lebensnotwendig und ohne Sauerstoff kann ein Mensch selten länger als 3 Minuten überleben. Generell hat die Raumluft einen Einfluss auf die Gesundheit und damit verbunden auch die Leistungsfähigkeit. In Zeiten, in denen das Home-Office immer häufiger angewandt wird, ist eine gesunde Raumluft in den eigenen vier Wänden deshalb noch wichtiger.

Das beginnt mit der Kohlenstoffdioxidkonzentration. Diese steigt, mit jedem Mal, wenn eine Person ausatmet. Ab einer bestimmten Konzentration sinkt die Konzentrationsfähigkeit und es können im Extremfall Schwindel, Kopfschmerzen und Sehstörungen auftreten. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann wiederum als drückend empfunden werden, während eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit die Schleimhäute austrocknet.

Pflanzen aufstellen, um die Sauerstoffkonzentration zu erhöhen

Pflanzen sorgen in Räumen für eine Wohlfühlatmosphäre. Zusätzlich haben sie aber auch die Eigenschaft, die Luft zu reinigen. Pflanzen sorgen nicht nur dafür, dass die Sauerstoffkonzentration steigt, sondern senken gleichzeitig auch die Konzentration an Kohlenstoffdioxid. Zudem können bestimmte Pflanzen Schadstoffe aus der Luft herausfiltern und so die Luftqualität verbessern.

Als empfehlenswert gilt eine Pflanze pro 9 Quadratmeter. Als besonders geeignet gelten folgende Raumpflanzen:

  • Einblatt
  • Efeutute
  • Grünlilie
  • Calathea
  • Zimmerfarne
  • Birkenfeige

Regelmäßig Lüften, um die Luft auszutauschen

Das Lüften ist eine der einfachsten und günstigsten Möglichkeiten, um die Qualität der Raumluft in kurzer Zeit zu verbessern. Wichtig ist dabei allerdings, dass gewisse Regeln eingehalten werden. So ist es zum Beispiel nicht sinnvoll, das Fenster den ganzen Tag über in Kippstellung zu lassen. Dadurch kommt es zu keinem Luftaustausch. Zudem erhöht sich dabei die Gefahr für Schimmelbildung.

Stattdessen sollte 3- bis 5-mal pro Tag für mindestens 5 Minuten stoßgelüftet werden. Dadurch wird in kurzer Zeit eine große Menge der verbrauchten Raumluft mit frischer Luft von draußen ausgetauscht.

Ionisator verwenden, um freie Radikale zu neutralisieren

Bei Ionisatoren handelt es sich um Geräte, welche sogenannte Anionen (negative Ionen) produzieren. Sie sind häufig Teil eines Luftreinigers oder Luftentfeuchters, können aber auch einzeln erworben werden. Ein höherer Anteil an negativen Ionen in der Raumluft kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken.

Anionen können freie Radikale neutralisieren und den Körper auf diese Weise unterstützen. Freie Radikale entstehen natürlicherweise im Körper und können dort aufgrund ihrer hohen Reaktionsfreudigkeit mit Zellen reagieren und diese schädigen. Normalerweise schafft es der Körper von allein, diese Radikale zu bekämpfen. Ist ihre Anzahl jedoch zu hoch, können Anionen von einem Ionisator in der Raumluft den Prozess der Schädigung verlangsamen.

Textilien reduzieren und regelmäßig Staub wischen

Textilien produzieren Staub. Kissen oder Gardinen sollten deshalb nach Möglichkeiten reduziert werden, um die Qualität der Luft zu verbessern. Zusätzlich ist es für eine gute Raumluft empfehlenswert, regelmäßig den Staub zu wischen. Mit einem Mikrofasertuch ist das eine Sache von wenigen Minuten und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Möbel wieder sauber aussehen und der Raum besser aussieht.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum regulieren

Eine zu niedrige Raumtemperatur und eine hohe Luftfeuchtigkeit, können die Schimmelbildung fördern. Schimmelsporen wiederum können über ihre Stoffwechselprodukte Erkrankungen der Atemwege auslösen. Zudem sorgt eine zu hohe wie auch zu niedrige Temperatur dafür, dass die Konzentrationsfähigkeit nachlässt.

Fazit

Der Mensch verbringt immer mehr Zeit in Räumen. Um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit nicht negativ zu beeinträchtigen, ist eine gute Raumluft wichtig. Mit wenigen Maßnahmen, wie Zimmerpflanzen, der Regulierung der Raumtemperatur und dem Einsatz eines Ionisators, lässt sich dies ohne großen Aufwand erreichen.

 

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