CMS Habari bei All-inkl installiert

Mein nächster CMS-Kandidat heisst Habari und es ist ein nettes und kleines mehrsprachiges CMS. Ich habe es auf meinem Server bei All-inkl installieren und in Betrieb nehmen können. Die aktuelle Habari-Version 0.9.1 könnt ihr hier herunterladen. Nachdem ich die Files auf eurem PC/Notebook entpackt habt, lädt ihr alles auf den Webspace hoch und navigiert zu eurer Domain. Dann habt ihr die Installationsroutine vor der Nase und man muss den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen.

Bei der Installation müsst ihr zwei Dateien namens config.php und .htaccess im Rootverzeichnis erstellen. Die Inhalte dieser Dateien werden euch bei der Installation vorgegeben, sodass ihr mit Paste & Copy arbeiten müsst. Was ich sehr praktisch finde, ist es, dass man in der Installationsroutine sich für ein Theme entscheiden und auch einige Plugins mitinstallieren kann. So erspart man sich die Arbeit mit den Plugins. Es gibt zwar noch einige Habari-Plugins im Plugin-Verzeichnis, aber es sind nicht viele und als potentieller Habari-User muss man sich damit zufrieden geben. Im Frontend von Habari sieht es bei mir derzeit folgendermassen aus.

Habari Frontend

Das Theme erinnert mich an ein Blog-Theme, wie man es auch bei WordPress hat. Nebenbei erwähnt, ist Habari natürlich kein WordPress-Ersatz, aber hat es verdient, erwähnt und bekannt gemacht zu werden. Eure Habari-Installation könnt ihr bereits in der Installationsroutine auf Deutsch umstellen oder ihr macht es später im Backend. Dafür geht ihr zu den Optionen und unter Sprache könnt ihr die Sprache *de* aktivieren. Wie es im Backend ausschaut, zeige ich es euch jetzt.

Habari Backend

Wie ihr sehen könnt, ist es ganz gut aufgeräumt und sehr überschaubar. Man hat eben nur die Optionen, welche auch zum Arbeiten notwendig sind. Die Optionen befinden sich auf der linken Seite und von dort aus, kann man dieses CMS namens Habari bedienen. In Habari gibt es eine Möglichkeit sowohl neue Seiten als Artikel zu erstellen. Dazu klickt ihr unter Übersicht auf Neu und dann je nachdem auf Eintrag oder Seite. Die erstellte Seite wird dann in der Startseiten-Navigation auftauchen.

Unter Verwalten könnt ihr Einträge oder Seiten managen und je nach Bedarf bearbeiten. Unter Plugins könnt ihr einige Plugins aktivieren. Ein Blog-Modul wird bei Habari nicht benötigt und man kann direkt dazu übergehen und unter *Neu* Artikel erstellen. Bei der Neuinstallation werdet ihr keinen WYSIWYG-Editor vorfinden und dieser muss nachträglich installiert werden. Dafür bedient man sich eines Plugins namens Redactor, welches bei GitHub als ZIP-Datei heruntergeladen werden kann.

Um das Plugin zu installieren, müsst ihr per FTP im Verzeichnis Plugins ein Verzeichnis namens redactor erstellen. Dorthin lädt ihr den Inhalt der Zip-Datei hoch. Danach müsst ihr das Plugin Redactor im Backend unter Plugins aktivieren. Dann wird beim Erstellen von Seiten und Einträgen ein kleiner, aber feiner Texteditor erscheinen. Ansonsten kann man auch mit HTML direkt im Feld arbeiten, was ich als Erstes tat, nachdem ich keinen Texteditor gesehen habe.

Wie die Ansicht beim Erzeugen eines Beitrages ausschaut, zeige ich euch auf diesem Screenshot.

Habari Artikel erstellen

Es sieht sehr übersichtlich aus und man hat nicht allzu viele Optionen. Ihr tragt die Überschrift des Artikels ein und im Texteditorfeld muss der Inhalt erstellt werden. Im Feld darunter kann man kommagetrennt Tags einfügen. Diese erscheinen dann im Frontend – in meinem jetzigen Theme in einem gesonderten Bereich des Frontends. Bei dem Punkt Inhaltszustand gibt es lediglich zwei Möglichkeiten, wie Drafts und published. Das Meiste werdet ihr gleich publizieren wollen, nehme ich stark an.

Nachdem ihr den Artikel publiziert habt, erscheint dieser im Frontend unter dem Navigationspunkt Blog. Dieser Punkt ist in meinem Theme bereits erstellt. Und falls ihr Kommentare haben möchtet, müsst unter dem Texteditor bei *Kommentare erlaubt* ein Häckchen setzen. Kommentieren kann man mit Link und Name, was bei mir den Zuspruch findet. Kommentatoren-Links scheinen von Haus aus auf DoFollow zu sein, was den Kommentierern natürlich zugute kommt und man sie dadurch fürs Kommentieren belohnen kann.

So, was wäre noch über Habari zu sagen? Das Blog und die Kommentare können abonniert werden. SEO-technisch gesehen, werden suchmaschinen-freundliche URLs bereits von Haus aus eingesetzt, was einem Webmaster die Arbeit damit erspart. Ob man bei den Artikeln die Möglichkeit hat, Meta-Tags einzusetzen, weiss ich derzeit noch nicht. Da es nicht viele Plugins zu Habari gibt, muss man wahrscheinlich alles manuell realisieren. Oder es gibt noch ein Plugin-Verzeichnis, welches ich nicht kenne. Ich werde mal kurz recherchieren.

Falls man Probleme mit Habari hat, kann man sich an kein Support-Forum wenden, da es keines gibt. Es gibt dafür Google Groups und dort wurden einige Fragen bereits beantwortet. Wenn man weitere hat, muss man der Habari-Gruppe beitreten. Falls ihr mit den Standard-Themes in Habari nicht den Einklang findet, gibt es noch weitere Themes auf der Habari-Webseite.

Ich habe nun ein bisschen recherchiert und eine weitere Quelle für Habari-AddOns entdeckt. Diese befindet sich bei GitHub, wobei man dort die Wahl zwischen mehreren Dutzend Plugins hat. Und dort habe ich ein Plugin namens MetaSEO entdeckt. welches erlaubt, bei jedem Beitrag MetaTags zu erstellen. Also haben wir den Punkt schon mal erfolgreich abhaken können.

Um bei Habari Kategorien zu haben, müsst ihr das Plugin Simplecategories installieren. Dabei wird unter dem Texteditor ein weiteres Feld für eine Kategorie erscheinen. Bei einem Blog sollte man auf Kategorien nicht verzichten. Es gibt weitere interessante Plugins, welche man einsetzen könnte. Also könnt ihr euch im GitHub-Pluginverzeichnis gerne umschauen. Viel mehr gibt es über Habari nicht zu erzählen. Es ist ein nettes CMS, welches eher für kleinere Blogs und Webseiten geeignet ist. Für grössere Projekte nimmt man eher WordPress oder Joomla, Drupal oder Typo3.

  • Wie gefällt euch Habari?
  • Könnt ihr euch vorstellen, damit dauerhaft zu arbeiten?
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by Alexander Liebrecht

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