Ohne Moos nix los

Der Freitag geht an mir meistens sehr schnell vorbei, vor allem alle 2 Wochen, weil ich beruflich in 2 Schichten tätig bin und gestern hatte ich Spätschicht. Warum spreche ich hier vom Wochentag Freitag an und was hat es nun mit meinem Blogthemen zu tun!? Nun ja, es gibt in der Blogosphere einen Blogbetrieb namens Webmasterfriday.de und das Konzept des Ganzen ist es, gemeinsam zu bloggen – vor allem immer freitags und zu einem am Vortag, sprich den Donnerstag festgelegten Thema. Heute ist aber der Samstag, was mich nicht davon abhält, bei dieser immer wieder kehrenden Aktion mitzumachen. Dieses Mal steht das Thema Cash, Geld, Moos, Knete, Zaster, Moneten, Scheine oder wie auch immer auf dem Plan und ich habe mal in meinem Kopf etwas herumgewühlt und würde mich ebenfalls gerne dazu äussern.

Insbesondere wurde Geld auf das Blogging bzw. die Vergütung dafür oder die daraus resultierenden Einnahmen bezogen. Bloggen ist in meinen Augen das Bewerkstelligen, das Zusammensuchen, das Analysieren, das Bewerten, das Gewichten, das Weitergeben, das Teilen, das Kommunizieren und und und. Das alles kostet Zeit, welche für diese Schreibtätigkeit nach der Schreiblust mit am wichtigsten ist. Ohne genügend Freizeit keinen Blogbetrieb! Das wissen alle und da fragt man sich – hm – warum kann man dann das Ganze nicht irgendwie refinanzieren!? Man sitzt am PC, benutzt das Medium Internet, betreibt eine Domain, zahlt für alles Geld, nimmt sich eine Menge Freizeit zum Bloggen. Nach meiner eigentlichen beruflichen Tätigkeit habe ich neuerdings meistens keine Lust mehr, man schaltet lange ab und da ist das Wochenende auch schon vorbei.

Aber dann trudelt eine eMail ein, eine Anfrage zwecks Bannerwerbung oder bei solchen Anbietern wie Trigami, Hallimash und wie die alle heissen, wird eine interessante ganz gut vergütete Kampagne freigeschaltet. Mich motivieren solche Momente, vor allem dann, wenn ich beruflich viel um die Ohren habe. Ich blogge ja nicht wegen der Einnahmen, welche sich in letzter Zeit so oder so sehr minimiert haben, weil ich mich mit der Materie nicht mehr so viel befasse. Internetblogger.de ist ein Hobbyblog im Mainstream der Blogosphere und ich will damit keine hohen Beträge einfahren, was sowieso sehr sehr schwierig zu bewerkstelligen wäre. Aber, aber, es ist schön zu wissen, dass man mit dem eigenen Tun, dem Blogging, Besucher begeistern kann, mit Lesern kommuniziert, letztendlich, ja, ein paar reguläre Monatseinnahmen zu verzeichnen hat. Es ist nicht schlimm und ich stehe dazu, muss aber keine Einnahmen-Statistiken veröffentlichen, da ich es nie gemacht habe, nie machen wollte und das steht diesem Blog auch nicht. Blogeinnahmen sind mir durchschnittlich wichtig. Sie sind vorhanden, ich weiss es, ein paar Kollegen wissen es, aber der Kern meiner Blogger-Mentalität ist woanders, geht nicht in Richtung Blogeinnahmen.

Geld ist mir wichtig, aber nicht mit dem Blog. Knete verdiene ich im Vollzeitjob, wobei es ein gutes befreiendes Gefühl ist, abends im Internet zu sein, im Blog, an der eigenen Internetpräsenz zu schaffen und zu werkeln, diese zu verbessern. Ja, es tut gut. Der Beitragstitel sagt nun mal alles. Um dies wahr werden zu lassen, entscheide ich mich für einen anderen Weg, eher eines nicht Webworkers. Dadraussen verdiene ich meine Kohle, indem ich 6x/Woche arbeiten gehe. Mit dem Blogging muss ich nichts verdienen, es ist mehr ein Hobby, internetaffine Erfahrungen zu sammeln und sich in sowie mit diesem Medium zu entwickeln. Es gibt viele professionelle Blogs mit mehreren Autoren und vierstelligen Einnahmen auch im deutschsprachigen Raum und ich verfolge es nicht mehr so wie früher, denn meine Haupteinnahmequelle ist der Vollzeitjob. Das Bloggen ist und bleibt ein Hobby mit oder ohne Einnahmen, ganz gleich.

Mein Fazit: Geld ist mir sehr wichtig, weil allein schon bezahlte Rechnungen und ein gefüllter Kühlschrank einen inneren Frieden zaubern können. Von meiner Warte her realisiere ich es lieber offline. Es ist ein nettes Thema, über welches mal ein jeder Blogger nachdenken könnte. Wenn ihr dazu etwas zu sagen habt, dann mal los, gleich hier im Kommentarraum ;-). Weitere Blogger haben sich ebenso dafür engagiert.

Ostwestf4le.de spricht die Einnahmentransparenz im Blog an

Wasser-blogger-de betont, dass der Lebensunterhalt mit viel Fleiss und wohl eher real als virtuell finanziert werden sollte

Selbstaendig-im-netz erwähnt die Tatsache, dass man offline mit einem gesicherten Job regelmässig verdienen kann, als wenn man sich z.B.  als Webworker durchschlagen muss oder will

by Alexander Liebrecht

Autor: Alexander

Ich bin 33j. jung, befasse mich mit dem Blogging, dem Webmastern und bin in den bekannten Social Networks wie Twitter, Facebook und Google+ aktiv. Weitere Blogs von mir sind solche wie Liebrecht.cc und Wpzweinull.ch. Ansonsten treibe ich gerne Sport und fotografiere gelegentlich mit meiner Canon-Kamera.

7 Gedanken zu „Ohne Moos nix los“

  1. Ich stimme dir zu. Da ich als freiberuflicher Autor und andererseits auch innerhalb einer Festanstellung im Journalismusbereich nachgehe, interessieren mich „Umsätze“ mit einem Blog nicht sonderlich. Viel mehr ist da die Motivition der Tatendrang, seinen Blog weiter zu pushen, mehr Besucher zu attracten und eine klare Linie für den Contenet zu finden. Geld kann man auf andere Weise verdienen, was aber nicht heißt, dass es mich nicht auch freut den ein oder anderen Euro mit dem bloggen als Hobby zu verdienen.

  2. Hallo Alex,

    so allmählich trudeln bei mir auch diverse Anfragen ein, obwohl ich auf meinem Blog unter der Rubrik „über mich“ klar und deutlich geschrieben habe, dass es sich bei meinem Blog um einen rein privaten handelt.
    Ich blogge gerne, bastel auch gerne Rebusse für meine HP, aber bin Realist genug zu wissen, dass ich damit bei Weitem nicht das verdienen könnte, was ich sozusagen „offline“ in meinem Job erhalte. Dieser füllt letztendlich auch meinen Kühlschrank, wie Du so schön schreibst.

    Daher werden sowohl das Bloggen als auch das Erstellen und Veröffentlichen meiner Bilderrätsel liebgewonnene Hobbies bleiben.
    Aber ich denke auch, dass gerade meine regelmäßigen Blogleser mittlerweile wissen, dass ich den (oder das 😉 ) Blog nur unregelmäßig mit Beiträgen befülle. Der Tag hat ja leider nur 24 Stunden. Neben Job und Bloggen gibt es auch noch andere Verpflichtungen und Freizeitbeschäftigungen, gell?

    Lieben Gruß
    Sylvi
    Sylvi kürzlich veröffentlicht…Frischer Anstrich für meinen KommentarbereichMy Profile

  3. Hallo Alex,

    solange man Spaß am Bloggen hat ist es vollkommen O.K. wenn man den einen oder anderen Euro mit dem Blog verdient, und sei es nur um Hosting und Domain(s) zu bezahlen. Es ist ein echtes Hobby, und eines der wenigen die sich selbst finanzieren können. Wir Blogger habens doch gut, oder?

    Gruß,
    Dominik

  4. @Nathan,
    ich sehe es genauso und man müsste sich ja wiederum unter Druck setzen, wenn das Hauptziel des Bloggens die Tatsache monatlicher Einnahmen wäre. Es würde bedeuten, man muss jeden Tag einen Artikel, ob kurz oder lang, veröffentlichen, allein schon deswegen, dass man den Traffic konstant halten will/muss/sollte – wie dem auch sei. Verdient man das Geld offline, bloggt es sich meiner Ansicht nach viel bequemer, kein Stress. Hat man keine Zeit, bloggt man nicht, ist man nicht online, setzt man woanders Prioritäten. Natürlich freut sich jeder Blogger-Kollege über Einnahmen. Diese Freude hat man sich mit der ganzen Arbeit im Vorfeld einfach verdient.

    @Sylvi,
    ja und das ist mit Sicherheit so, dass fast alle Blogger sich den Inhalt des Kühlschrankes offline erarbeiten. Dass du dich im Blogging nicht bedrängst, indem man sich sagt, jetzt muss ich, ich muss jetzt bloggen, verschaffst du dir viel Freude. Es entsteht kein Stress, welcher auch durch virtuelle Tätigkeiten auf einen bloggenden Webmaster einstürzen kann. Einer der erfahrenen Blogger sagte einst, dass man sich eines manchen Males zum Bloggen zwingen muss, wenn man einen gleichmässigen Fluss in der Artikelveröffentlichung erreichen will. Aber dieses Zwingen funktioniert bei mir persönlich nicht. Spontan zu bloggen, ist vll. sogar besser. Ja klar, man muss immer wieder zwischen den Profi-und-Hobby-Blogs unterscheiden, was die Artikelfrequenz anbelangt. Die Lesererwartungen fallen bestimmt ganz anders aus.

    @Dominik,
    auf jeden Fall haben wir es gut und ich will es kaum bestreiten, denn es die Wahrheit ist. Wir bekommen Anfragen, über uns berichtet man online und in den Offline-Medien, wir spielen in so manchen Ländern dieser Welt eine Rolle in der Informationsverbreitung etc.pp.

    Allerdings, Blogging und das ist mittlerweile jedem klar, setzt Spass und Lust am Schreiben/Kommunizieren voraus.

  5. Wenn du mit deiner Einstellung dein Geld im Hauptjob zu verdienen gut leben kannst ist das mit Sicherheit eine Einstellung die dich gut schlafen lässt. Aber wer die Selbstständigkeit mag und nur dann arbeiten mag wenn er Lust hat sollte es sich immer mal überlegen sich nicht doch unabhängig zu machen. Und ich kenne nicht nur einen der 5 Stellig im Monat verdient.
    Harald kürzlich veröffentlicht…Sonnenuntergang in BoracayMy Profile

  6. Ich finde es schade, dass immer mehr gute Blogs zu einem reinen Werbeplatz verkommen. Klar will jeder Blogger seine investierte Zeit auch irgendwie finanziert haben, aber bei den meisten wird ohne Sinn und Verstand einfach jede Menge Werbung auf den Blog geklatscht, so dass man erst nach langem Suchen den eigentlichen Beitrag findet. Ich schalte auf meinen Seiten auch Werbung, diese wird aber nur dezent an einigen Stellen eingeblendet. Das positive daran ist, dass ich so sogar die Klickrate um ein vielfaches steigern konnte, da ich jede Menge Tests durchgeführt habe.
    Ich hoffe einfach, dass die Werbung in Zukunft nicht noch presenter in den Blogs wird.

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