Kryptowährungen Mining in den USA

Für alle diejenigen, die auf den Bitcoin setzten, schien China das glorifizierte Land in der Kryptowelt zu sein. Gerade ein Jahr ist es her, dass etwa 75 Prozent aller Bitcoin-Aktivitäten von Bitcoin Schürfern in dem fernöstlichen Land durchgeführt wurden. Heute liegt der Anteil der Hash-Rate bei null – China hat sämtliche Transaktionen mit dem virtuellen Geld für illegal erklärt. Lange hielt der Schock unter den Bitcoin Minern jedoch nicht an. Sie kehrten dem Land den Rücken zu und erklärten die USA zur neuen Nummer eins in der Welt. Und auch der Norden der Vereinigten Staaten von Amerika macht sich auf, den Thron zum neuen Mining-Mekka zu erklimmen. Selbst Deutschland ist im Übrigen an der ehemaligen Nummer eins der Welt mittlerweile vorbeigezogen. Doch welche Gründe sprechen, neben dem Kryptoverbot aus dem kommunistischen Staat, noch für die Abwanderung in die USA?

Chinas Krypto Verbot – ein geopolitischer Fehler?

Viele Experten sehen das Krypto Verbot Chinas als größten geopolitischen Fehler des 21. Jahrhunderts an. Durch das harte Vorgehen sämtliche Bitcoin Aktivitäten und einen unerbittlichen Kurs gegen alle Bitcoin Miner leitete Peking selbst die Trendwende ein. Die globale Vormachstellung und das Rennen um die Vorherrschaft in den Bitcoin Netzwerken haben die Asiaten längst verloren. Ein Grund für das Mining Verbot sind die anhaltenden Energieengpässe. Mit dem bislang unaufhaltsamen Siegeszug des Bitcoins stiegen auch die Energiekosten ebenso unaufhaltsam an. Ein herkömmlicher PC reichte in den Anfängen zum Schürfen noch aus. Doch mit steigender Zahl der Bitcoin Miner wurden höhere Rechnerleistungen notwendig – einhergehend mit einem explodierenden Strombedarf. Nach Aussagen von namhaften Ökonomen fallen für das Bitcoin Mining rund 170 Terrawattstunden jährlich in an – in etwa so viel Energie, wie in ganz Polen in einem Jahr benötigt wird. China war dem Run offenbar nicht gewachsen und konnte die Anforderungen nicht mehr erfüllen.

Niedrige Energiepreise in den USA – Bitcoin Miner wandern in die USA aus

Nach ihrer Flucht aus China fanden Bitcoin Miner mit den USA ein Land mit billigen Energiequellen. Im weltweiten Vergleich bietet Texas besonders günstige Strompreise – beste Voraussetzungen für die Kryptoszene. Dieses ist ein großer Anreiz für die Miner, denn die Energiekosten spielen beim Schürfen eine übergeordnete Rolle. Strom hat den wohl größten Einfluss auf die Renditen der Miner, „die in einer Branche mit geringen Gewinnspannen konkurrieren“, sagt Boaz Sobrado, ein in London ansässiger Fintech-Datenanalyst. Doch nicht nur in Texas sprießen die Miningfarmen aus dem Boden. Auch im Norden der USA boomt das Geschäft mit Bitcoin und Co.

Gute Rahmenbedingungen in den USA – ein entscheidendes Kriterium

Mehr als 30 Prozent der Leistung für das Bitcoin Mining kommt mittlerweile aus den USA. Das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ hat längst die Möglichkeiten erkannt und optimale Rahmenbedingungen für die Kryptoszene erschaffen.

  • Besonders kostengünstige Energiepreise
  • Reich an erneuerbaren Energiequellen
  • Politische und geografische Stabilität
  • Hohes Maß an Rechtssicherheit
  • Milde Regulierung
  • Gute Mining-Infrastruktur

 

Die USA als sicherer Hafen für Bitcoin Miner

Der Umzug in die USA bedeutete für die meisten Bitcoin-Miner das Erreichen eines sicheren Hafens. Bereits zwischen Mai und Dezember 2020 wurde der größte Anteil des Mining-Equipments in die Vereinigen Staaten und nach Nordamerika geliefert. Grüne Energiequellen wie Wasserkraft in New York, Texas und Washington aber auch das Investment in Kernenergie für das Erzeugen CO2-freien Stroms haben viele Miner in ihrer Entscheidung beeinflusst. Die vorwiegende Nutzung umweltfreundlicher Energien trägt dazu bei, den ökonomischen Fußabdruck des Bitcoins deutlich zu verringern und die negative Außendarstellung als Umweltfeind zu verändern.

 

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