So surfen Sie anonym im Netz

Es gibt viele Gründe, warum Sie im Internet anonym bleiben möchten. Vielleicht möchten Sie diese ständigen zielgerichteten Anzeigen für Dinge vermeiden, die Sie früher in der Woche einmal gegoogelt haben. Oder Sie möchten einfach nicht, dass Ihre zuvor besuchten Websites in der nächsten Browsersitzung Ihres Partners plötzlich auftauchen. Was auch immer der Grund sein mag, Datenschutz im Internet wird immer wichtiger, da deutlich wird, wie wenig davon wir tatsächlich wirklich haben, dank allgegenwärtiger Website-Tracker, die Daten über unsere Surfverhalten sammeln.

Anonymes Surfen mit VPN

Der beste und sicherste Weg, anonym im Internet zu surfen, ist die Verwendung eines VPN oder Virtual Private Network Servers. Ein VPN unterscheidet sich von einem webbasierten Proxyserver dadurch, dass Sie den Proxy herunterladen, der nur auf Ihrem Gerät ausgeführt wird. Ein VPN ermöglicht Ihnen anonymes Surfen im Netz auf verschiedene Weise. Der wichtigste Aspekt dabei ist, dass der VPN Ihre IP-Adresse verbirgt. Auf Vpnanbietertest.de können Sie verschiedene VPN Anbieter vergleichen.

So surfen Sie im privaten Modus

Wenn Sie einen Computer gemeinsam nutzen oder sich an einem öffentlichen Computer befinden, wird durch das Aktivieren des privaten Modus verhindert, dass Ihr Browserverlauf auf dem Computer gespeichert wird. Auf diese Weise verhindern Sie, dass die von Ihnen besuchten Websites später angezeigt werden, beispielsweise in einer automatisch vervollständigten Webadresse.

So blockieren Sie Cookies

Cookies von Drittanbietern, kleine Textdateien, die Ihre Bewegungen zwischen verschiedenen Websites verfolgen können Sie leicht blockieren, sowie Cookies von Erstanbietern, die Ihre Bewegungen innerhalb einer Website verfolgen, um beispielsweise Ihren Einkaufskorb oder Ihre Einstellungen zu verfolgen. Flash-Cookies, sogenannte Super-Cookies, können mehr Informationen speichern und werden von Websites hinterlassen, auf denen Flash ausgeführt wird. Dies ist fast jede Website mit Videoinhalten. Diese Super-Cookies können Ihre Bewegungen in verschiedenen Browsern nachverfolgen und sogar von Ihnen zuvor gelöschte Cookies von Drittanbietern neu generieren. Laden Sie den kostenlosen CCleaner herunter, um sowohl Flash- als auch reguläre Cookies zu löschen.

So halten Sie Ihren Standort geheim

Nahezu alle Browser verfügen über eine Funktion, die Ihren geografischen Standort an von Ihnen besuchte Websites sendet, um Ihnen theoretisch relevantere und nützlichere Erfahrungen zu bieten. So weiß beispielsweise eine Flugvergleichsseite automatisch, von wo aus Sie buchen. Werbetreibende oder Websites können dieselben Informationen verwenden, um Ihr Anzeigenprofil an Ihre Surfgewohnheiten anzupassen. Verweigern Sie Standortanfragen von Websites, auf denen dies nicht unbedingt erforderlich ist. Während die Standardoption immer Opt-In ist, das heißt Ihr Browser fragt Sie, wenn eine Website zum ersten Mal Ihren Standort haben möchte, können Sie die Funktion auch vollständig deaktivieren.

So suchen Sie anonym im Netz

Auf Google entfallen mehr als 75 % des weltweiten Suchverkehrs. Pro Tag werden Milliarden von Suchanfragen verarbeitet. Diese Daten werden verwendet, um immer personalisierte Suchergebnisse zu liefern, die für die meisten von uns von hoher Relevanz sind. Es wird jedoch auch eine Suchblase erstellt, die Sie daran hindert, bestimmte Webseiten zu sehen, basierend auf dem, was Sie in der Vergangenheit angeklickt haben. Sie können die personalisierte Suche von Google deaktivieren oder wechseln Sie zu einer privaten Suchmaschine wie DuckDuckGo, um zu verhindern, dass Ihre Suchanfragen erfasst werden und sich auf die von Ihnen angezeigten Anzeigen auswirken.

Artikel by Markus

Bildquelle via Envato Elements

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10 Antworten

  1. Gut das diese Infos im Netz sind. So kann man sich aktiv schützen. Weiter so. Vielen Dank für die zahlreichen, sachdienlichen Informationen.

  2. Schöne Übersicht. Ergänzend kann ich noch empfehlen, sich für den eigenen Browser einen sogenannten Agent Spoofer zuzulegen.
    Beim Surfen werden ja u.a. der eigene Browser und das Betriebssystem übertragen. Diese beiden Informationen ändern der Agent Spoofer.
    Man kann u.a. auch einstellen, dass der Spoofer aller 5 Minuten diese beiden Infos automatisch ändern. Dadurch kann man seine Anonymität im Internet
    noch besser schützen 🙂
  3. Frank Seidel sagt:

    Vielen Dank für diese nützliche ANleitung! Ich verwende auch schon seit längerem einen VPN, um annonym im Netz unterwegs zu sein. In meinen Augen lohnt sich die Investition auf jeden Fall. Aber es geht durchaus auch noch kostengünstiger. Ich kann wirklich nur jedem empfehlen, regelmäßig mal Cookies und den Browserverlauf zu löschen. Die meisten Menschen geben leider viel zu viel im Internet über sich preis. Danke für die Tipps in Richtung Datenschutz!

  4. Eine Menge guter Tipps, zusammengenommen recht wirksam. Ich setze mich auch immer wieder mit dem Thema Datenschutz auseinander (auch beruflich) und kann noch drei Punkte hinzufügen:

    • Das automatische Löschen von Cookies beim Beenden des Browsers und die Deaktivierung der History hilft ebenfalls. Cookies von Drittanbietern kann man heutzutage getrost abschalten. Der Firefox-Browser ist hier kundenfreundlich. Chrome, Vivaldi und Edge sollten Sie dagegen nicht nutzen.
    • Eine weitere gute Suchmaschine ist Qwant.com. Europäisch und mit guten Suchergebnissen.
    • Wieso der Tor-Browser hier nicht aufgetaucht ist, ist mir unverständlich. Er ist die Nummer 1, wenn man sich anonym im Netz bewegen will.

    Und jeder, der seinen PC startet oder ein Handy oder einen Smart-TV oder eine intelligente Lampe besitzt muss sich gewiss sein, er wird überwacht!

    • Alexander Liebrecht Internet Services sagt:

      Oha, neuer Kommentar! Danke für die Tipps. Alles durchgelesen. Du scheinst hier nichts falsch gemacht zu haben beim Feedbacken.

      Datenschutz beruflich? Begrüsse ich. Firefox, ja gerne! Quant brauche ich nicht, nutze anderes. Edge ist gut, um Seiten zu prüfen, denn es blockt sofort bei Nicht-SSL.

      Whatsapp wird überwacht. Telegram – weiss ich nicht.

  5. Martin sagt:

    Sehr guter Beitrag, vielen Dank für die hilfreichen Tipps. Einige kannte ich nicht, werde sie in Zukunft ausprobieren.

  6. Alexandra sagt:

    Super interessant. Vielen Dank für die Anleitung. Ich finde es nervend, wenn man im Ausland unterwegs ist und auf google.de eine suche tätigt, dass man dann Ergebnisse des dementsprechenden Landes angezeigt bekommt. Ich bin oft in Spanien und suche dann auf google.de und bekomme dann leider viele Sachen in spanisch angezeigt. Tolle Idee.

  7. Larissa sagt:

    Ein VPN ist meiner Meinung nach ein Muss, verwende ich fast immer. IPVanish ist meiner Ansicht nach der beste VPN. Mit einem Preis von ab 6,49$ pro Monat gehört er nicht zu den günstigsten, dafür bietet er aber viele Funktionen und arbeitet auch sehr zuverlässig. Alles funktioniert, der Aufbau der VPN-Verbindung geht schnell und die Übertragungsraten sind überwiegend sehr gut. Auch der Zugriff auf das US-amerikanische Netflix klappt sofort. Ein schönes Extra ist die Verfügbarkeit des Support-Chats rund um die Uhr. Wer kein Geld ausgeben möchte, der findet aber genug kostenlose, so z.B Hola VPN. Aber Achtung!  Der kostenlose Dienst ist nur möglich, weil Hola keine eigenen Server betreibt und nichts für die Bandbreite zahlt, welches ihr VPN benötigt. Stattdessen setzt Hola auf ein Peer-to-Peer-Netzwerk: Wenn ein Nutzer zum Beispiel ein Video von einem US-Anbieter abrufen will, verbindet Hola ihn mit einem amerikanischen Hola-Nutzer. Der Nutzer kann nicht kontrollieren oder steuern, was ein anderer Hola-Nutzer über seine Internetverbindung macht. Somit besteht die Gefahr, dass man für illegale Taten eines anderen Nutzers verantwortlich gemacht werden kann (hacken, DDoS-Angriffe, Verbreitung von Kinderpornografie etc.). Wer HolaVPN nutzt, der muss unbedingt darauf achten, dass die Teilnahme bei diesem Programm verweigert wird.

  8. Annika sagt:

    Vielen Dank für die Insights! Welches VPN empfehlen Sie?

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