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Wichtige Tipps für sicheres Browsen im Internet

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April 2, 2019

Jeder weiß, dass das Internet voller Gefahren steckt – denn das Endgerät kann beispielsweise von einen Virus befallen werden, der dann im Anschluss empfindliche Daten wie z.B. Kreditkarten- oder Bank-Informationen stiehlt oder Daten löscht.

Obwohl sich die meisten Nutzer der Gefahren bewusst sind, haben Sie oft keine rechte Ahnung, welche Methoden und Tools Ihnen zur Verfügung stehen, um ein sicheres Browsen zu garantieren. Besonders geeignet ist das VPN Einrichten und die Möglichkeit, mit Linux anonym surfen zu können. Auf diese beiden Optionen möchten wir in diesem Beitrag besonders eingehen.

Generelle Tipps zum sicheren Browsen

Bevor wir auf die beiden Themenschwerpunkte VNP einrichten und mit Linux anonym Surfen eingehen, möchten wir vorab ein paar generelle Tipps zum sicheren Browsen geben:

  • Vorsicht beim Herunterladen
    Versehentliches oder unbekümmertes Herunterladen unbekannter oder nicht vertrauenswürdiger Dateien von jeder x-beliebigen Website birgt immense Gefahren in sich. Denn manchmal werden auf diese Weise schädliche Software auf dem Endgerät installiert. User sprechen oft irrtümlicherweise von Viren, aber es handelt sich in Wirklichkeit meistens um sogenannte Malware, die persönliche Daten sammelt.
    Unser Tipp: Installieren Sie ein zuverlässiges Anti-Malware-Programm. Diese sind kostenlos erhältlich. Wichtig ist hier, dass man unbedingt regelmäßige Updates dieser Programme durchführt, denn sonst sind sie wirkungslos. Mehr auf dieses Thema können Sie auf dw.com finden.
  • Passwort-Manager verwenden
    Ein weit verbreitete Angewohnheit unter ahnungslosen Nutzern ist die Verwendung desselben Passwortes für mehrere Webseiten. So verständlich dies auch sein mag, weil man irgendwann aufgrund der Passwort-Menge den Überblick verliert, so dringend müssen wir davon abraten. Besser ist es, einen Passwort-Manager zu verwenden. Diese App generiert und speichert hunderte von Passwörtern für verschiedene Webseiten (kostenlose Passwort-Manager hat schon spyzie.com getestet). Die Passwörter sind durchweg stark, d.h. sie besitzen Kombinationen aus Zahlen, Symbolen und Buchstaben.
  • Wenn möglich HTTPS verwenden
    Als HTTP wird das Protokoll bezeichnet, welches eine reibungslose Kommunikation verschiedener Systeme ermöglicht – also z.B. der Kommunikation zwischen Ihrem PC und einer Webseite. Allerdings ist der HTTP-Datenverkehr nicht verschlüsselt und kann somit von Dritten abgefangen und gelesen werden. Besser ist die Verwendung von HTTPS, wobei das S für secure steht. Dies bedeutet, dass die innerhalb dieses Protokolls versendeten Daten verschlüsselt sind.
  • Virtual Private Network (VPN) einrichten
  • Mit Linux anonym surfen

Auf die letzten beide Punkte möchten wir nun etwas genauer eingehen.

Ein VPN einrichten

Ein VPN einrichten, ist einer der besten Optionen, um sich selbst und die eigene Privatsphäre zu schützen. VPN steht für den englischen Begriff Virtual Private Network. Es handelt sich dabei um eine Software, die Sie auf dem Gerät, welches Sie zum sicheren Browsen benutzen möchten, installieren. Es verschlüsselt zuverlässig alle Daten, die von diesem Gerät ins Internet gesendet werden.

Wichtig ist hierbei, dass Sie auch wirklich an alle Geräte denken. Denn heutzutage benutzen wir nicht nur den PC, sondern oft auch zusätzlich das Smartphone, ein Laptop oder eine Tablet zum Surfen im Internet.

Ohne diese Verschlüsselung kann ihr Internet Service Provider (ISP) ganz genau sehen, was Sie Online so tun, d.h. welche Webseiten Sie besuchen, was Sie herunterladen, ja sogar Nachrichten können einfach gelesen werden.

Dieser Umstand kann in zwei Fällen problematisch werden:

  • Falls man etwas illegal herunterlädt – und seien wir ehrlich, wir alle haben das wahrscheinlich schon mal gemacht, vor allem was bestimmte Software Versionen, Musik, etc. angeht. In diesem Fall kann der ISP Sie bei den Behörden melden (etwa wegen Verletzung der Urheberrechte) und/oder Sie aus seinem Netzwerk entfernen
  • Falls die Regierung aus welchen Gründen auch immer Ihre Kommunikation überwacht, kann sie dann alle Ihre Daten, Nachrichten und Personen, mit denen Sie in Kontakt stehen, sehen.

Auf jeden Fall ist das Ganze aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Dieses Sicherheitsproblem betrifft jedoch vor allem öffentliche Netzwerke, Ihr eigenes privates Netz Zuhause ist davon eher nicht betroffen.

Wir alle schließen uns jedoch ständig an öffentliche Netzwerke und Hotspots an, wenn wir unterwegs sind. Sei es das Internet-Café, Restaurants, Flughäfen, Behörden, Hotels oder ähnliche Orte. Wenn also Daten über ein öffentliches Netzwerk gesendet werden, können diese sehr leicht abgefangen werden.

Wenn Sie ein VPN einrichten, können Sie wieder beruhigt im Internet Browsen. Denn nun sind Ihre Informationen sicher verschlüsselt.

Weitere nützliche Informationen über VPN einrichten und anonymes surfen auf dem Internet können Sie auch auf vpnclient.de finden.

Mit Linux anonym surfen

Linux ist ein Computer-Betriebssystem, das 1991 von dem finnischen Studenten Linus Torvalds ins Leben gerufen wurde. Es handelt sich um ein Open Source-Projekt.

Aufgrund der enormen Vielseitigkeit und des Open Source Prinzips von Linux (der gesamte Quellcode der Software ist öffentlich) gilt dieses Betriebssystem bei vielen Fachleuten als das beste System für höchste Sicherheit und anonymes Surfen. Denn bei Open Source Software können eventuell vorhandene Sicherheitsprobleme von jedem Programmierer untersucht, gemeldet und behoben werden.

Obwohl Linux als eines der sichersten Betriebssysteme gilt, ist man allerdings auch hier nicht 100%ig vor Malware und anderen Sicherheitslücken geschützt.

Es gibt verschiedene Varianten des Linux Systems, von denen eine sogar von dem berühmten Whistleblower Edward Snowden benutzt wurde, um mit Linux anonym surfen zu können. Diese Variante, Qubes OS, hat besonders hohe Sicherheitsstandrads und bieten den bestmöglichen Schutz der Privatsphäre (mehr über Linux finden Sie auf heise.de).

Ein bisschen ausgebremst wurde der Siegeszug dadurch, dass viele Nutzer den Installations- und Konfigurationsprozess für aufwendig und kompliziert hielten und sich nicht so recht an das Linux System herantrauten. Und tatsächlich warnen Experten davor, dass ein schlecht konfiguriertes Linux System eventuell den Computer unter Umständen anfälliger für Hacker machen kann.

Wer das kostenlose Betriebssystem einrichten und mit Linux anonym surfen möchte, der kann das System auf einen USB Stick spielen und ohne Installation auf der Festplatte ausprobieren.

Fazit

Für sicheres Browsen im Internet sollte man einige essenzielle Dinge beachten, wie z.B. sicheres Herunterladen von Dateien aus dem Internet, Verwenden eines Passwort-Managers, Verwenden von HTTPS, wann immer möglich, ein VPN einrichten und Linux als Betriebssystem verwenden.

Hält man sich an diese Vorsichtsmaßnahmen, so steht dem sicheren Browsen im Internet nichts mehr im Wege, auch wenn man unterwegs ist!

Artikel by Michael

Bildquelle Pixabay.com

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4 Comments

  1. Marc Trace - April 15, 2019

    Hallo Alexander,

    ein interessanter und gut geschriebener Artikel! Allerdings habe ich eine kleine Verständnisfrage. Mir ist nicht ganz klar, inwieweit man sich mit Linux anonymer im Internet bewegen kann, als z.B. mit Windows? Letztlich muss man dann doch immer ein VPN nutzen, damit die eigene IP nicht ohne größeren Aufwand ermittelt werden kann. Da unterscheiden sich Linux, Windows oder Mac m.E. nicht voneinander.

    Oder betrachtest Du das unter dem Aspekt, dass es unter Linux kaum Maleware gibt, mittels welcher private Daten abgegriffen werden können? Da bewegt man sich aus meiner Sicht eher im Thema IT-Security. Bei der IT-Security geht es js – einfach gesagt – darum, dass jeder nur auf die Daten zugreifen kann, auf die er auch zugreifen darf. Das heißt aber noch nicht, dass dadurch strickte Anonymität gewahrt wird. Wie siehst Du das?

    Viele Grüße

    Marc

     

    Reply
    • Alexander Liebrecht - April 16, 2019

      Ich muss mit den fremden Autoren nicht immer meine Meinung teilen, denn du hast einen nicht von mir verfassten Artikel gelesen. Zu VPN kann ich nicht viel sagen, denn ich brauche es hierzulande nicht und ins Ausland zieht es mich nicht mehr, weil mein Zuhause definitiv Rostock ist 🙂

      Ich sehe es nicht so eng mit der ganzen Anonymität und ich will nicht anonym bleiben, weil ich ein Dienstleister bin. Jeder soll Zugriff auf meine Inhalte und Dienstleistungen bekommen, denn da wird was verkauft und den Kunden angeboten. Nur so viel dazu! Dass die Kunden-Daten geschützt werden, ist vollkommen klar für mich ne.

      Reply
  2. Hildesheimerin - Mai 17, 2019

    Vielen Dank für den Artikel, man schiebt das Thema "Sicherheit im Internet" immer viel zu lang vor sich her, weil man denkt es kann einen selbst nicht treffen, bis es dann mal so weit ist. Gruß Mandy

    Reply
  3. […] öffentlichen Computer befinden, wird durch das Aktivieren des privaten Modus verhindert, dass Ihr Browserverlauf auf dem Computer gespeichert wird. Auf diese Weise verhindern Sie, dass die von Ihnen besuchten […]

    Reply

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