Was erlebe ich in der russischen Blogosphere

Hallo liebe Leser und Freunde des Feedbacks! Einige von euch wissen ja, dass ich mehrsprachig aufgewachsen bin und vll. auch dass ich ein russisches Blog betreibe. Ich kam auf diese Idee, nachdem mich der Rainer darauf angesprochen hat und ich hatte ihm die Frage beantwortet, ob ich Russisch kann und ob ich vll. nicht schon ein RU-Blog habe. Damals, das war vor 4 Monaten, hatte ich noch keines, doch dann erstellte ich eines und darauf bin ich schon seit einigen Monaten aktiv.

Leider fällt mir das Russisch nicht immer leicht, denn ich die Grammatik etwas verlernt habe. Für einen russischen Artikel brauche ich bis zu einer Stunde, denn ich mit einem Tool namens Translit.net schreibe. Wenn ich dort den Text geschrieben habe, lasse ich mit einem anderen Yandex-Tool Korrektur laufen und dann füge ich den Text in den visuellen WordPress-Editor ein und lese es nochmals durch. Also das ist eine ganz schöne Arbeit, die mir aber Spass macht.

Russische Blogosphere

Wenn ich schon zweisprachig aufgewachsen bin, kann man die beiden Sprachen, Deutsch und Russisch, ruhig pflegen und weiter entwickeln. Meine deutschen Blogs haben mir sehr geholfen und nun auch das RU-Blog, der mir dabei helfen wir, meine Russisch-Kenntnisse zu verbessern, was ganz sicher nicht nach einem Jahr getan ist. Das sind alles Märchen, wenn jemand behauptet, man könne nach einem Jahr eine Sprache beherrschen. Ich weiss es aus Erfahrung und ich stelle mir immer die Frage, wie manche Menschen vier-fünf Sprachen können. Allein das Talent reicht da bei weitem nicht und nur ein Muttersprachler kann sich in der eigenen Sprache einigermassen behaupten, finde ich.

Also die russische Blogosphere scheint sehr gross zu sein und dort bin ich auf viele neue Blogs von Menschen unter 20 gestossen. Viele sind auch schon Väter oder Mütter und betreiben das Blogging eher in der wenigen Freizeit. Also hierzulande ist es genauso. Was mich dort gewundert hat, dass viele junge Blogs schon gerade mit 20 Artikeln 500 Kommentare haben. Das ist schon heftig und das sollte man hierzulande auch haben :).

Was mir noch aufgefallen ist, dass es dortzulande sowas wie Blogstöckchen gibt, heisst nur anders, und es gibt zahlreiche Kommentar-Wettbewerbe wie den aktuellen Blogmarathon, bei dem man 4 Gruppen a 13 Mitglieder hat. Und in jeder Gruppe muss die Inhalte anderer Blogs lesen und kommentieren. Ja, also hier sehe ich, dass es dort wirklich gemacht wird und es geht nach dem Motto, eine Hand wäscht die andere. Ob sowas auch hierzulande möglich ist. Ich habe ja früher viel mehr kommentiert, aber man hat nicht erlebt, dass man bei mir genauso kommentiert hat.

Die Russen scheinen da anders zu ticken. Und ich habe noch erlebt, dass man nach dem ersten Kommentar auf einem Blog als Geschenk ein eBook bekommt. Finde auch nicht schlecht sowas.

Die Blogs, die ich in diesen vier Monaten kennenlernte, befassen sich mit dem Info-Business, verkaufen eigene Informationen und machen daraus ein Geschäft. Dort werden Kurse angeboten, eBooks an den Mann und die Frau gebracht. OK, ganz klar, in Russland leben ca. 160 Mio. Menschen und dann noch die GUS-Staaten, wo auch ein Teil der Bevölkerung diese Sprache beherrscht. So hat man wesentlich mehr Besucher auf den Blogs und auch mehr Kommentare. Ich habe ja damit gerade begonnen und vll. zahlt es sich nach zwei-drei Jahren ein wenig aus. Das kann ich nur erfahren, wenn ich dran bleibe und wenn ich mein RU-Blog eines Tages wie Internetblogger.de entwickelt habe, wäre ich super dankbar und noch mehr erfreut.

Nochmals zu diesem Blogmarathon in der Ru-Blogosphere. Ich glaube, wenn ich das hier starte, wird es nicht auf den Gefallen stossen, welches ich mir davon erwarte und wenn man schon freiwillig nicht kommentiert, wird es in der Gruppe auch nicht funktionieren. Man muss wirklich einen dazu im Sinne des Wettbewerbes verpflichten, denn nur so wird man erreichen, dass wirklich jedes Blog die Aufmerksamkeit bekommt, welche man im Sinne des Kommentar-Wettbewerbes auch bekommen soll.

Hm…das wird hierzulande nicht funktionieren, genauso wie eine Blogparade, wenn ich sie im RUNET starten werde. Also einige Unterschiede bestehen zwischen den Blogger-KollegInnen hier und dort schon. Aber was wir gemeinsam haben, ist es das Schreiben, die Kommunikation über die Blogs und das Kommentieren.

Seid ihr vll. auch irgendwo auf einem ausländischen oder englisch-sprachigen Blog unterwegs?

Was sind eure Erfahrungen dabei?

Kann man dem etwas abgewinnen, wenn man vll. nur ein wenig Schulenglisch kann und nicht alles versteht?

Unter euch müssten auch welche sein, die Englisch viel besser als ich können und wie macht ihr das, besucht ihr englische Blogs?

Besucht doch auch meine anderen Blogs wie Wpzweinull.ch, das Oxwall Social Network, das Yabb-Forum und das Blogger-Forum.

by Alexander Liebrecht

Bildquelle by BONNINSTUDIO   via Shutterstock.com

Hinterlasse einen Kommentar, wenn du magst!

13 Comments
  1. Dein russischer Blog ist ja sehr interessant – aber ich habe nix verstanden 😉
    Diese Kommentar-Faulheit oder Kommentar-Geiz ist wohl eine typisch deutsche Angelegenheit. Ich habe mir sagen lassen, dass das in anderen Ländern ganz anders gehandhabt wird.
    Woran dass das liegt, kann ich dir auch nicht sagen.
    LG
    Sabienes

    1. HI Sabienes,
      ja, das lässt bei uns ein wenig zu wünschen übrig, wenn es um das regelmässige Kommentieren geht. Ich weiss es auch nicht warum es so ist.

      Vll. ändert sich das eines Tages mal, wollen wir es hoffen.

  2. Obwohl ich gebürtige holländerin bin, blogge ich nur auf deutsch. ich rede nur holländisch wenn ich meine Familie treffe und das ist ungefähr eine woche im jahr, der rest vom jahr spreche und denke ich auf deutsch, eine Blog auf holländisch wurde ich mich nicht zutrauen da holländisch mit eine deutsche grammatik nicht das gelbe vom Eis ist.

    Blog Marathon hört sich gut an zudem gabe es mehre Blogger die nach der Blog Boosting Challenge gefragt haben ob diese noch mal statt findet….

    Falls noch andere Blogger interessiert sind wäre es vielleicht eine gute Idee mit eine Blog Boosting Challenge die Zweite durch zu starten

    1. HI Patries,
      ja das wäre doch mal was, ein holländisches Blog 🙂 Ich würde zwar nichts verstehen, aber deine holländischen Freunde und all die Besucher aus Holland würden es vll. ja interessant finden.

      Ich habe es mir zugetraut und will mein Russisch noch verbessern, indem ich in der Sprache regelmässig blogge. Dann schaue ich mal wie sich das entwickeln wird.

      Worum ging es nochmals bei deiner Blog Boosting Challenge? Ich war da nicht dabei, glaube ich.

  3. Hallo Alex,
    habe mir eben Dein russisches Blog eine Weile angesehen. Da hast Du ja mit 50 Artikeln schon richtig Arbeit ‘reingesteckt und es wird auch kräftig kommentiert.
    Mit meinem eingestaubten Schulrussisch ist es ganz schön anstrengend, einigermaßen den Inhalt zu erfassen. Aber auf jeden Fall habe ich mitbekommen, dass Du mit Deinem Russisch ganz gut ankommst und viele russische Blogger offenbar deutlich schlechter russisch sprechen.
    Über die Kommentare bekommt man sicher auch ein ganz anderes Gefühl dafür, wie die Leute dort “ticken”.
    Weiter viel Erfolg mit dem Blog.

    1. Hallo Arno,
      ja, eine Grundlage ist geschaffen und jetzt müsste ich nur noch am Ball bleiben und fleissig bloggen. Den nächsten Artikel habe ich schon im Kopf und werde ein OpenSource CMS vorstellen.

      Ja, Russisch ist meine erste Muttersprache, Deutsch die zweite und ich versuche, das Beste draus zu machen. Sicher werde ich von den Lesern hier und da korrigiert, aber diese Hilfe nehme ich gerne an. Die scheinen mir wegen einiger Fehler in der Artikeln nicht böse zu sein.

      Kommentare ergaben sich durch eine coole Blogger-Aktion, bei der man sich gegenseitig besucht und kommentiert. Sowas Cooles hätte ich gerne hierzulande und ich wäre ganz sicher dabei. Aber das bekommen wir hier nicht hin.

      Ich habe auch Schulrussisch und damals ging ich dort in die 9te Klasse, aber das ist auch schon etwas , finde ich. Weitere Kenntnisse muss ich mir noch aneignen.

      Ja, in den Kommentaren erfährt man so einiges über die Leser und wie sie so ticken. Finde ich eine gute Möglichkeit die Blogger dortzulande näher kennenzulernen.

      Danke für die Wünsche!!

  4. Hallo Alex,

    ich wusste ja garnicht, das Du auch noch einen Blog auf auf Russisch betreibst – sieht ja wirklich interessant aus. Wie sind denn da so die Besucherzahlen, das würde mich interessieren.

    Grüße Sabine

  5. Hallo Sabine,
    ja, das sieht ganz so aus, dass ich auch ein RU-Blog habe. Also von den vielen Besuchern ist noch nicht die Rede und das Blog befindet sich derzeit im sehr frühen Anfangsstadium. Alles noch in Entwicklung und ich will versuchen, dort mehrmals die Woche zu bloggen und mich dann mit den russischen Bloggern auszutauschen.

    Ich sage mal so, wenn ich es 2-3 Jahre durchziehe und 20 Artikel im Monat herausbringe, könnte man schon ein Resümee ziehen und sich die Stats anschauen.

    1. Da hast Du vollkommen Recht – das finde ich ja echt spannend einen Blog in einer anderen Sprache zu betreiben. Aber ich weiß ja mittlerweile das Russisch Deine Muttersprache ist. Wünsche Dir weiterhin viel Erfolg beim Blogging auf all Deinen Projekten 😉

  6. Ich finde es auch so und ich freue mich auch darüber, dass ich die Möglichkeit hatte, Deutsch zu lernen, was ich mit dem Blogging gemacht habe.

    Praktisch ist es dabei, dass ich ein und dasselbe Thema auf den beiden Blogs behandeln kann, aber eben in einer anderen Sprache. So kann ich ein wenig sinngemäss übersetzen, mir darüber ein paar Gedanken machen und dann den eigentlichen Artikel erstellen und anschliessend veröffentlichen 🙂

    Danke dir für die Wünsche, sehr nett von dir!!

  7. Dass Menschen sehr viele Sprachen flüssig beherrschen können, halte ich auch für einen Mythos. Ich habe selber Linguistik studiert und kann sagen, dass es quasi das Nachleben eines kleines Lebens bedarf, um die vielen Dinge ausdrücken zu können, die man in einer Sprache formulieren können müsste. Ich denke eher, dass Leute, die viele Sprachen sprechen, eher in jeder Sprache ein bischen sprechen können. Was natürlich auch schon mal was ist.

  8. Hallo Ray,
    ich auch, aber in meinem Falle sind es zwei Muttersprachen, die ich spreche. Ich kann mich ausdrücken, ohne dass ich ein Wörterbuch brauche.

    Aber sonst ja, muss man viele Jahre in einem Lande gelebt und die Sprache wirklich gelernt haben. Schulkenntnisse taugen oft nichts und man muss die Sprache viele Jahre wirklich gesprochen haben.

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This Blog will give regular Commentators DoFollow Status. Implemented from IT Blögg