Glasklar kalkulieren, den Gegner studieren, bluffen und eiskalt wie der fiktive Spion James Bond oder wie Danny Ocean im Holywood-Blockbuster Ocean’s Eleven den Topf abräumen – welcher Zocker träumt nicht davon? Weltweit hat sich Poker zu einem der beliebtesten Glücksspiele entwickelt, wobei das Wort Glück nur sehr entfernt zutrifft. Obwohl Fortuna immer ein bisschen mitspielt, kommt es beim Poker in erster Linie auf mathematisches Verständnis und auf Psychologie an. Erfahrene Zocker wissen, dass sie es in erster Linie mit ihren Mitspielern zu tu haben und erst in zweiter Linie mit den tatsächlichen Pokerblättern. Das gilt sogar beim Online-Poker, dass mittlerweile international von mehr als 22 Millionen Zockern gespielt wird.


(Quelle: pixaybay.com)

Obwohl am virtuellen Tisch so verräterische Anzeichen wie Fingerzucken, verkrampfte Schultern oder ein leichtes Grinsen wegfallen, lässt sich das Verhalten der Kontrahenten studieren, um zu sehen, wer sich leicht einschüchtern lässt, wer zu hoch pokert, aus Prinzip blufft, oder wenig Ahnung vom Spiel hat. Denn so leicht sich die Spielregeln erlernen lassen, so viel Zeit und Geduld brauchen gute Spieler, um das Pokern wirklich zu beherrschen.

Obwohl es diverse Varianten von Poker gibt, sind die Grundregeln die gleichen. Eine Pokerhand besteht stets aus fünf Karten, selbst bei Spielen wie Seven Card Stud, deren Namen anderes vermuten lässt. Der Dealer ist für das Mischen und Ausgeben zuständig.

Texas Holdem die populärste Poker Variante

Die mit großem Abstand populärste Variante, die auch bei den großen Turnieren inklusive Weltmeisterschaften den Main Event bildet, ist das auf den ersten Blick unkomplizierte Texas Holdem. Ehe das Spiel beginnt, werden bereits die ersten Einsätze gemacht, und zwar von zwei Spielern. Der so genannte Small Blind sitzt links vom Kartengeber und muss die Hälfte des Mindesteinsatzes in den Topf legen. Rechts vom Kartengeber sitzt der Big Blind, der den gesamten Mindesteinsatz zahlen muss.

Danach erhält jeder Spieler im Uhrzeigersinn zwei Hole Cards genannte verdeckte Karten, die für die anderen uneinsehbar bleiben. Jetzt entscheiden sich die Spieler im Uhrzeigersinn mit dem Spieler links vom Big Blind beginnend, ob sie anhand ihrer verdeckten Karten passen, (im Pokerjargon folden), den Mindesteinsatz halten (call) oder ihn erhöhen (raise). Wenn vorher nicht erhöht wurde, zahlt der Small Blind in dieser Setzrunde wieder nur die Hälfte des Mindesteinsatzes und der Big Blind, der ja am Anfang ebenfalls schon in den Topf eingezahlt hatte, muss nicht blechen.

Nun legt der Dealer drei offene Karten in die Mitte des Tisches. Das sind die ersten Gemeinschaftskarten, die für die Bildung der eigenen Hand einbezogen werden können. Danach folgen die zweite Setzrunde und das Aufdecken der vierten Gemeinschaftskarte. Die fünfte Setzrunde und die fünfte offene Karte enden das Dealen, falls bis dahin nicht alle Spieler bis auf einen ausgestiegen sind. Wenn mehrere Zocker noch immer dabei sind, entscheidet die höchste Hand.

Omaha Hold‘em

Omaha Hold‘em verläuft fast identisch. Allerdings erhalten hier die Zocker jeweils vier verdeckte Karten, und ein Blatt muss prinzipiell aus zwei Karten, die der Spieler bekommen hat, sowie drei der fünf Gemeinschaftskarten zusammengestellt werden.

Eine beliebte Abwandlung von Omaha Hold‘em ist Omaha Hi/Lo. Auch hier werden die Hände wieder aus zwei der vier verdeckten Karten und drei der fünf Gemeinschaftskarten gebildet, aber der Topf wird aufgeteilt. Gewinner bei Hi/Lo-Spielen sind jeweils der Zocker mit der besten und der mit der schwächsten Hand.

Five Card Draw

Five Card Draw ist eine andere populäre Pokerart, bei der die Spieler jeweils fünf Karten einzeln und verdeckt erhalten. Nach der ersten Setzrunde kann der Spieler beliebig viele seiner Karten tauschen, um bessere zu erhalten. Das ist der so genannte Draw. Allerdings muss nicht getauscht werden. Entscheiden sich so viele Zocker für den Draw, dass der Kartenstapel verbraucht ist, werden die eingetauschten Karten gemischt und neu ausgegeben. Gesetzt wird jeweils vor und nach dem Draw. Ansonsten folgt das Spiel den Regeln von Texas Hold‘ em.

Seven Card Stud Hi/Lo

Bei Seven Card Stud Hi/Lo erhalten die Spieler insgesamt sieben Karten. Begonnen wird mit zwei verdeckten und einer offenen Karte, danach folgen drei offene Karten, und die letzte Karte ist wieder verdeckt. Der Topf wird wieder nach Hi und Lo gesplittet.

 

Die Rangfolge der Hände ist stets die gleiche für alle gängigen Pokervarianten. Am höchsten ist der Royal Flush, eine Straße aus Zehn, Joker, Dame, König und Ass in einer Farbe. Die Wahrscheinlichkeiten dafür sind allerdings sehr gering. Bei Texas Hold‘ em liegen sie bei 1:30.940. Bei Omaha Hold‘em sind es 1:10.829.

Danach folgt der Straight Flush, mit einer beliebigen Straße in einer Farbe. Anschließend kommen Vierling, mit vier Karte mit gleichem Wert, Full House mit Drilling und Zwilling, ein Flush mit fünf gleichfarbigen Karten, eine normale Straße, Drilling, zwei Paare, ein Paar oder Zwilling, sowie am Ende des Rankings die höchste Karte, wenn keine andere Kategorie erfüllt wurde.

Pokerspiel hat eine lange Geschichte

Das als uramerikanisch geltende Pokerspiel hat eine lange Geschichte, mit Wurzeln in verschiedenen europäischen Kartenspielen. Darunter ist das deutsche Spiel „Pochen“. Den Weg in die Neue Welt fand es Anfang des 19. Jahrhunderts über Frankreich ins einst französische New Orleans. Das anfangs mit 25 Karten gezockte Spiel wurde nach 1830 standardmäßig mit 52 Karten gespielt und eroberte im Bürgerkrieg endgültig das Land, ehe es von Amerika aus in seiner neuen Form nach Europa zurückkehrte.

Fazit: Ein Spiel für Spieler mit Köpfchen

So einfach die Regeln auch sind, so viel Köpfchen gehört für erfolgreiche Spieler dazu. Allein bei den Varianten mit fünf Karten gibt es insgesamt 2.598.960 Möglichkeiten für verschiedene Pokerblätter. Das hält das Spiel spannend, selbst wenn man nicht die fiktive Lässigkeit und Kaltblütigkeit von James Bond oder Danny Ocean erreicht.

Von internetblogger.de

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