Bloggen für Bier

Eine kurze Überschrift, die neugierig machen soll: Ich hoffe, dass ist mir jetzt schon gelungen und ich habe nun eure volle Aufmerksamkeit. Ich möchte euch in den folgenden Zeilen gern das Projekt Ironblogger vorstellen und euch dazu animieren euch anzuschließen oder eine eigene Ironblogger-Gruppe zu gründen und diese Bewegung damit weiter voran zu treiben.

Was machen Ironblogger?

Kurz gesagt: Regelmäßig bloggen. 2011 hat Benjamin Mako Hill aus Boston die Bewegung der Ironblogger gegründet. Aus der Motivation “Wir sollten alle mehr bloggen” gespickt mit der Aussage “Because doing things for beer is never a bad idea” wurde die Idee der Ironblogger geboren. Die Regeln sind wirklich simpel: Jeder muss einmal in der Woche bloggen. Wer dies nicht schafft, zahlt 5 Euro in eine gemeinsame Bierkasse ein. Dieses Guthaben wird dann gemeinsam bei Treffen in Bier investiert und verfeiert.

Wer kann mitmachen und wie funktioniert es?

Jeder, der einen eigenen Blog hat kann Ironblogger werden. Dazu gibt es weltweit bereits viele Ironblogger-Gruppen und auch in Deutschland   sind Ironblogger in einigen Städten bzw. Regionen vertreten. Die technischen Grundlagen dafür sind bereits geschaffen. So könnt ihr nach Gründung einer eigenen Gruppe und nach Anmeldung bei der “Ironblogger-Deutschland-Zentrale” einfach mit dem weiter machen, was ihr sowieso am besten könnt: Artikel in euren eigenen Blogs veröffentlichen. Bis Sonntag Abend der aktuellen Woche sollte mindestens ein neuer Artikel in eurem Blog-Feed auftauchen.

Ein Bot prüft dies automatisch und wird alle neuen Artikel der vergangenen Woche in eurer Ironblogger-Gruppe zusammen tragen. Wer keinen neuen Blogartikel veröffentlicht, der erhöht den Stand der Bierkasse um 5 Euro. Befindet man sich doch mal im Urlaub oder kann aus anderen Gründen ein paar Wochen keine neuen Artikel liefern, so teilt man das dem Verantwortlichen der eigenen Ironblogger-Gruppe mit und ist damit für diese Zeit von der Pflicht zum bloggen befreit. Es soll aber besonders fleißige Blogger geben, die einfach Artikel vorbereiten und während ihrer Abwesenheit automatisch neue Blogartikel veröffentlichen.

Wie ihr das übrigens mit der Bierkasse organisiert bleibt euch überlassen. Ich werde kurz schildern, wie wir das bei den Ironbloggern Franken  machen.

Meine Erfahrung mit den Ironbloggern

Ich habe einen persönlichen Blog, den ich allerdings nur noch sehr selten aktualisiere, seitdem ich 2012 mit einem Freund das Projekt ‘Nürnberg und so‘  gestartet habe. Dort haben wir uns nach Gründung der fränkischen Ironblogger angemeldet und veröffentlichen seit diesem Zeitpunkt mindestens einen Artikel pro Woche. Trotzdem mussten wir schon einmal 5 Euro in die Bierkasse einzahlen, da wir ein kleines technisches Problem mit unserem Feed hatten.

Grundsätzlich tun 5 Euro nicht wirklich weh und dienen am Ende ja der guten Sache: persönlicher Austausch und neue Leute kennen lernen. Wir Ironblogger in Franken haben uns schon ein paar mal getroffen auch wenn nur wenig oder gar kein Geld in der Bierkasse war. Es gibt für diese Kasse auch kein Konto oder gar Spartrumpf. Schulden werden direkt bei den Ironblogger-Treffen beglichen. Unsere Treffen fanden meist in der Nürnberger Altstadt in der Nähe der Kaiserburg beim Bieramt (wie passend) statt.

Der Reiz für mich persönlich besteht nicht darin ein kostenloses Bier abzustauben zumal ich keinen Alkohol und damit eh nur alkoholfreies Weizen oder Wasser trinke. Das schöne an diesen gemeinsamen Terminen ist der Austausch – der Austausch über Erfahrungen beim Bloggen. Da jeder  sein ganz spezielles eigenes Thema verfolgt, erfährt man so auch etwas über die jeweilige Motivation.

Auch wenn nicht jeder der Blogs für mich interessant ist, habe ich jeden Montag Morgen mein festes Ritual: Ich besuche die fränkische Ironblogger-Website und schaue, was wieder neues hinzu gekommen ist. Natürlich schiele ich dabei auch mit einem Auge auf die Kasse und stelle meist fest: Alle waren fleißig und es sind keine oder nur ein paar neue Euros hinzugekommen. Kein Problem, denn das nächste Treffen kommt so oder so.

Aufruf

Ich hoffe ich konnte den einen oder anderen vom Konzept der Ironblogger überzeugen. Falls dies so sein sollte ermuntere ich euch: Schaut, ob es bereits Ironblogger in eurer Nähe gibt und schließt euch denen an. Anderenfalls gründet in eurer Stadt oder Region eine eigene Gruppe und erlebt, das bloggen in der Gemeinschaft noch mehr Spaß macht. Vielleicht kommt es irgendwann einmal zu einem deutschlandweiten Event und wir lernen uns dabei sogar persönlich kennen.

Gastartikel von Daniel Bendl. Daniel auf Google+.

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10 Comments
  1. Schöne Sache, aber die Ironblogger Köln lassen mich z.B. nicht mitmachen. Meine Themen sind ihnen zu Business-lastig…
    So viel zur Themenfreiheit…
    nun gut, ich trinke mein Bier dann einfach mit netteren Menschen 🙂

    Gruß
    Heike

  2. Die Idee ist irgendwie lustig, aber wenn da wohl auch wieder so Blockwarte am Start sind, dann sollte man so etwas am besten totschweigen. Mit Geld verdienen im WWW haben wohl viele immer noch ein Problem.

  3. Die Idee an sich finde ich auch nicht schlecht und mitmachen werde ich doch wohl eher nicht, da ich nicht garantieren kann, dass ich regelmässig blogge und muss man ja auch noch in die gemeinsame Kasse einzahlen. Wenn ich mal wieder auf Montage bin, dann kann ich vll. auch nicht bloggen, vorausgesetzt – ich habe Internet in der Unterkunft, was ja nicht immer gewährleistet wird. Das wäre meine Wunsch, aber es ist nicht immer gegeben.

    In Rostock gibt es zwar viele Bloggende, aber ich kenne niemanden persönlich.

  4. @Heike Ich kennen deinen Blog nicht, aber die Diskussion haben wir hier in Franken auch geführt. Wenn sich ein Unternehmen bzw. ein Corporate Blog den Ironbloggern anschließt, dann hat das irgendwie einen faden Beigeschmack. Man könnte vermuten, dass die sich nur ein paar Backlinks sichern wollen. Bei Business-Themen, die nicht unternehmensgetrieben sind, mag das anders aussehen.

    @Rainer Entweder ich verstehe dich nicht oder du das System der Ironblogger nicht. Es geht nicht um Geld verdienen im Netz. Es geht darum sich unter Bloggern auszutauschen und auch mal im echten Leben kennen zu lernen. Das Geld wird gemeinsam verfeiert und keiner bereichert sich daran.

    @Alexander Genau dafür wären die Ironblogger eine Chance. Diese anderen Blogger mal kennen lernen. Man kann Beiträge übrigens auch vordatieren, also planen, und könnte damit um die Bezahlung herum kommen. Falls aber die 5 Euro “Abgabe” stören, spricht doch nix dagegen ein ähnliches Konzept wie die Ironblogger nur eben ohne Kohle ins Leben zu rufen.

  5. @Daniel,
    kann man so ein Projekt auch überregional starten, sodass dann eben befreundete Blogs und Blogger mitmachen. Ich habe eine Handvoll an Freunde-Blogs, die vll. Interesse hätten, wovon ich ausgehe.

  6. Klar, kann ich mir sehr gut vorstellen. Wenn dir gegenüber schon Interesse signalisiert wurde, dann gründe doch eine solche Gemeinschaft.

  7. @Daniel: Ich finde es sehr schade, dass mit dieser Einstellung alle über einen Kamm geschoren werden. Ich bin genauso Einzelblogger, wie die, die über Teetrinken mit der Katze schreiben. Auch ich möchte Blogger-Kollegen gerne persönlich kennen lernen…

    GANZ WICHTIG: wo Themenfreiheit drauf steht, sollte auch Themenfreiheit drin sein. So sehe ich das. Oder man schreibt direkt, dass meine keine Business-Themen möchte. Wobei es dann natürlich schon schräg ist, wenn unter den Teilnehmern eine GmbH ist… Aber einfach zwei freundliche Mails nicht beantworten & dann via Twitter verkünden, dass man Business nicht mag, das finde ich schon sehr sehr doof…

    Nun ja, sind ja sicher nicht alle so doof wie die Kölner Kollegen.

  8. @Heike Austausch ist wichtig. Von diesem Standpunkt aus, kann ich es natürlich nicht gut heißen, wenn die Ironblogger in Köln dich ohne Antwort stehen lassen. Letztlich helfen meiner Meinung nach hier keine klaren Regelungen. Wie will man das auch regeln? Vielmehr sollten das die Gruppen unter sich klären. Wir bei den Ironbloggern in Franken hatten meines Wissens nach diesen Fall noch nicht. Nachdem ich einen Blick auf deinen Blog geworfen habe: Es macht nicht den Eindruck, dass du an jeder Ecke deine eigene Dienstleistung in den Vordergrund stellst. Es macht eher den Eindruck eines reinen Informationsangebotes. Wenn ich es entscheiden müsste spräche nichts gegen eine Aufnahme bei den Ironbloggern. Hilft dir natürlich auch nicht weiter, aber ich wollte es nur erwähnt haben.

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