Sicherheit für Onlineshops

Die Sicherheitsvorfälle im Online-Handel steigen Jahr für Jahr in hohem Maße und rasant an. Viele Shop-Betreiber erkennen und verstehen derartige Attacken nicht. Zudem wissen sie oftmals nicht welche Schutzmaßnahmen effektiv sind. Unternehmen, die sich nicht gegen derartige Angriffe wirksam schützen, handeln nicht nur grob fahrlässig, sondern setzen ihre mühsam aufgebaute Existenz auf`s Spiel. Die Täter starten ihre Cyberattacken dabei im Übrigen nicht nur gegen die großen Shops. So fielen beispielhaft im Jahr 2018 rund 43 Prozent kleine und mittlere E-Commerce-Händler den kriminellen Eigenschaften der Angreifer zum Opfer. Zu den häufigsten Bedrohungen zählen dabei:

  • DDoS-Angriffe
  • Malware-Infektion (Schadsoftware, Viren, Würmer, Trojaner)
  • Sabotage bei Zahlungs- und Versandabwicklungen
  • Gravierende Sicherheitslücken auf den Kundenseiten
  • Datenlecks und Datenrechtsverletzungen
  • Manipulation von Preislisten
  • Brute-Force-Attacken (Versuche, Login-Passworte zu finden)
  • Cross-Site-Scripting

Welche Sicherheitsmaßnahmen sollten Betreiber von Online-Shops ergreifen?

Zunächst eignen sich diverse Methoden, mit denen der Händler kriminelle Attacken selbst verhindern oder zumindest das Risiko minimieren kann. Bereits beim Aufbau eines Online-Shops sollten Unternehmen auf eine umfangreiche und effektive Fraud Prevention, also Betrugs Prävention, setzen. Eine Option, um rechtzeitig betrügerischen Aktionen rechtzeitig entgegenwirken zu können, ist die Einführung des sogenannten 3-D-Secure-Verfahren. Diese Option bietet einen guten Schutz gegen potenzielle Manipulationen hinsichtlich der Bezahlverfahrens durch Debit- und Kreditkarten. Im Rahmen eines Check-Out-Prozesses sind zudem folgende Möglichkeiten relevant:

  • Identitäts- und Bonitätsprüfung
  • Adressprüfung
  • Steuerung der Zahlarten
  • Betrugsauffällige Muster erkennen
  • Möglicher Einsatz von KI

Effektiver Schutz – welche Möglichkeiten stehen dem Online Handel zur Verfügung?

Die Netzwerksicherheit eines Online-Shops ist die Basis eines erfolgreichen Handels. Dazu zählt die frühzeitige Erkennung und Abwehr von Risiken, aber auch sämtliche administrative Maßnahmen, mit denen Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität der Daten gewährt sind. Mehrere Verteidigungslinien, beispielsweise eine Firewall, schützen die Unternehmen vor nicht autorisieren Zugriffen und erlauben nur Berechtigten den Einblick in hochsensible Systeme. Um eine hochwirksame Cybersecurity herzustellen, sollten Shop-Betreiber idealerweise auf die Expertisen, das Know-How und die Erfahrung externer Hosting-Dienstleister setzen. So verfügen einige Anbieter über spezielle Optionen, durch das Einbinden von CDN. Nutzer profitieren vor allem von einem hohen Schutz gegen DDoS-Attacken und somit von schnelleren Ladezeiten sowie der Skalierbarkeit von Website-Inhalten. Sichere SSL-Verschlüsselungen dienen vorrangig dem Kundenschutz, können jedoch auch beispielhaft Cross-Site-Scripting-Angriffe verhindern. Einen weiteren Schutz für den Onlinehandel ist die Aktualisierung der Programme und diese mit einem Malware-Alarm auszurüsten. Eine Investition in eine professionelle Anti-Malware-Software ist für alle Shop-Betreiber unabdingbar. Ferner ist es durchaus sinnvoll, die Aktivitäten auf der Website zu überwachen. Auf welchem Weg oder wie häufig greifen Kunden auf das Portal zurück? Mit den geeigneten Apps und Tools lassen sich ebenfalls rechtzeitig Bedrohungen wie DDoS, Zero-Day-Infiltrationen oder Malware-Attacken erkennen.

Gibt es besondere Spitzenzeiten für die Attacken von Cyberkriminellen?

Cyberkriminelle nutzen vor allem Saisongeschäfte für ihre illegalen Angriffe auf Online-Shops. Vor allem DDoS Attacken steigen zu den Spitzenzeiten wie zu beispielsweise zu Weihnachten, Ostern, Muttertag, am Black Friday oder Cyber Monday mit mehr als 70 Prozent extrem an. Oft sind es dabei nicht nur Hacker, die dem Unternehmen Schaden in Milliardenhöhe zufügen. Auch unseriöse Mitbewerber nutzen die Gelegenheit zu diesen Stoßzeiten, um ihre Konkurrenz sowohl finanziell als auch rufschädigend zu attackieren.

Fazit

Die Cyberangriffe auf Online-Shops nehmen rasant zu – Tendenz steigend. Zahlreiche, unterschiedliche Formen von Attacken führen zum Absturz der Systeme bis hin zum finanziellen Ruins des Unternehmens. Schon unendlich scheinende Ladezeiten führen zu einer großen Unzufriedenheit bei Kunden, sodass diese den Shop nicht mehr besuchen. Um derartigen Angriffen erfolgreich entgegenzuwirken, sind effektive Schutzmaßnahmen zwingend erforderlich. Erfahrene Hosting-Dienstleister bieten maßgeschneiderte und dauerhafte Lösungen.

Ein Kommentar

  1. Guten Tag,

    vielen Dank für den Beitrag zum Thema Cyber-Security bei Online-Shops. Wir hatten selbst schon einige DDoS-Angriffe, vor denen es sich schwer schützen lässt. Gegen Brute-Force-Attacken kann man den Login nach X Versuchen sperren, dennoch lernt man ja nie aus. Den Einsatz von KI zum Testen von Sicherheitslücken und dem Schutz des eigenen Online-Shops finde ich sehr interessant. Wahrscheinlich braucht man bald eine Kombination aus allen Sicherheitsmaßnahmen, um nicht als Opfer die Kontrolle zu verlieren. Schönes Thema!!! cool

    Beste Grüße
    Mauritz

     

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