Warum haben Surfboards Finnen?

Ein sehr ins Auge stechendes Merkmal von zahlreichen Wassergefährten sind die Finnen: Kleine, wie Flossen aussehende Dinger, die für gewöhnlich am Heck angebracht werden. Sie sind feste Bestandteile im Wassersport und kommen sowohl bei bei Kajaks, SUP, Jollen, Windsurfboards oder eben bei Surfbrettern zum Einsatz. Aber wozu sind Finnen bei Surfboards überhaupt gut und welchen Nutzen haben sie?

Die Funktion der Finnen

Finnen sehen im Prinzip aus wie die Flossen bei Fischen und sind üblicherweise am Ende des Surfboards angebracht. Es handelt sich bei ihnen um keinerlei optische Verschönerung, denn sie erfüllen einen wichtigen Zweck beim Surfen: Die Finnen steuern das Verhalten eines Surfboards beim Reiten einer Welle, sorgen für den Vortrieb und dafür, dass das Surfboard in der Spur bleibt. Somit wird sowohl die Geschwindigkeit als auch das Verhalten des Surfboards bei einer Kurve direkt von der Finne beeinflusst.

Das erste Unterscheidungsmerkmal von Finnen, welches hier genannt werden sollte, ist die Größe. Im Prinzip sorgen kleine Finnen für eine höhere Geschwindigkeit, da sie einem geringeren Wasserwiderstand ausgesetzt sind. Eine längere Finne sorgt im Gegensatz dazu dafür, dass das Surfboard langsamer wird, der Turn jedoch langsamer und stabiler zu surfen ist. Die Größe der Finne ist aber nur ein entscheidender Aspekt, wenn es um die Performance, also die Beweglichkeit und die Geschwindigkeit des Surfboards geht. Daneben existieren noch zahlreiche Unterschiede bei den Finnen, welche das Surfverhalten des Boards beeinflussen. So kommt es neben dem Material und der Form auch auf die Zahl der Finnen an.

Die unterschiedlichen Arten

Am häufigsten werden Finnen aus Plastik verwendet. Da dies ein verhältnismäßig günstiges Material ist, sind viele Boards von vornherein mit Plastikfinnen ausgestattet. Eine verglaste Finne führt jedoch zu einer besseren Kontrolle des Surfboards. Hier kommen Mischungen aus Kunststoff und Glasfaser zum Einsatz, welche teilweise auch mit Carbon verstärkt sind. So hat eine Glass Flex Finne einen vergleichsweise hohen Anteil an Kunststoff und ist dadurch recht weich, was für die Kontrolle beim Wellenreiten nicht gerade förderlich ist. Demgegenüber ist eine Performance Glass Finne komplett geglast, bietet dadurch eine stabile Kontrolle und ist für eher starke Wellen geeignet.

Ferner entscheidet, wie bereits erwähnt, die Anzahl der Finnen über das Verhalten des Boards. So bremst eine Singlefin in der Kurve relativ stark ab, ermöglicht aber höhere Geschwindigkeiten beim Geradeausfahren. Die Twinfin gestattet nicht so hohe Geschwindigkeiten, dafür sind die Kurven nicht so weich wie bei der Singlefin. Deutlich manövrierfähiger ist jedoch der Thurster, welcher aus drei Finnen besteht. Er sorgt für einen schnelleren Turn und wendigeres Verhalten beim Surfen. Zwar verliert man an Geschwindigkeit in der Vorwärtsbewegung, jedoch wird der Thurster in erster Linie dort verwendet, wo kurvenreiches Surfen gewollt ist und weniger die Geschwindigkeit im Vordergrund steht. Mittlerweile gibt es auch Boards mit vier oder fünf Finnen. Letzten Endes haben diese Varianten das Ziel, höhere Geschwindigkeiten als der Thurster zu erreichen und gleichzeitig eine optimale Kurvenfahrt zu ermöglichen.

Die Finne beeinflusst also die Performance des Boards und ist maßgeblich verantwortlich für das Verhalten in der Kurve und bei der Geschwindigkeit. Sowohl die Größe, als auch Material und Anzahl der Finnen beeinflussen das Verhalten des Surfboards. Zwar gibt es auch preisliche Unterschiede zwischen den einzelnen Finnen, ausschlaggebend für den Kauf ist jedoch, wie sich das Board beim Reiten einer Welle verhalten soll.

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