1. Stelle dich bitte kurz vor!

Hej! Mein Name ist Anne (im Web bekannt als neontrauma), ich bin 26, Webdesignerin und blogge aus Leverkusen. Neben dem Bloggen zählen die Fotografie sowie der Ausdauersport zu meinen Leidenschaften.

2. Auf welcher Blogdomain bloggst du und was sind deine Themengebiete?

Auf ikiru.de blogge ich über Fotografie, Rezepte, mein Training und den lieben Alltag. Hinzu kommen Tutorials über Webdesign und das Bloggen, ein paar Buchbesprechungen, Ausflugstipps im Rheinland und Blog-Reviews. Eine bunte Mischung also. 😉

3. Welche SEO-Stats kannst du mir bezüglich deines Blogs nennen(Pagerank, Alexa, Seitwert-Wert, anderes)?

Global rankt Ikiru bei Alexa auf Platz 1.360.716, in Deutschland auf Platz 140.441. Der PageRank liegt bei 2.

Die Zugriffszahlen bewegen sich derzeit im Schnitt um die 4400 Seitenaufrufe von 1600 Unique Visitors im Monat, Tendenz steigend.

4. Wie ist das Blog entstanden und wie bist du ein Blogger geworden. Erzähle doch mal deine persönliche Geschichte!

Angefangen zu bloggen habe ich relativ früh, so um 2005 herum. Damals habe ich erst eine statische HTML-Seite für jeden Eintrag mühsam von Hand erweitert, dann CuteNews benutzt, mir schließlich ein rudimentäres eigenes CMS entwickelt und bin dann irgendwann auf WordPress umgestiegen, dem ich bis heute treu bin.

Neben einem privaten Blog habe ich lange ein Tutorial-Blog zum Thema Webdesign geführt, das der ein oder andere vielleicht noch kennt: neontrauma.de

Außerdem habe ich mit blacklive.de ein Online-Musikmagazin ins Leben gerufen und fünf Jahre lang geleitet, was einem Blog ja recht verwandt ist. Aus zeitlichen Gründen habe ich mich mittlerweile aber dazu entschlossen, mit Ikiru nur noch ein einziges Blog zu führen.
Unter der Domain ikiru.de blogge ich seit April 2012 – davor gab es das Blog aber schon unter  eden-existiert.de und später unter saint-wayward.de. Anfangs erschienen eher unregelmäßig Beiträge, im April 2013 gab es aber ein Relaunch und seitdem poste ich fast täglich neue Artikel.

5. Was war dein erfolgreichstes Erlebnis beim Blogging? Und was hat dich eher enttäuscht?

Ein bestimmtes erfolgreichstes Erlebnis kann ich gar nicht benennen. Ich freue mich, dass meine Leserzahlen kontinuierlich in die Höhe gehen, weil es mir zeigt, dass ich mit meinem Blog anscheinend etwas richtig mache und es andere Menschen interessiert, was ich da so fabriziere. Denn bei aller Liebe zum Bloggen ist es natürlich frustrierend, wenn niemand kommentiert und man das Gefühl bekommt, Selbstgespräche zu führen. 😉

Schade finde ich es, wenn der Austausch mit anderen Bloggern teilweise nur dazu zu dienen scheint, die eigenen Klickzahlen in die Höhe zu treiben. Sei es auf den diversen Bloggerplattformen, wo oft nur die eigenen Beiträge verlinkt werden, anstatt auf andere Postings einzugehen, oder seien es die berühmten Kommentare à la „Schöner Blog, schau doch mal bei mir vorbei“.

6. Hast du irgendwelche Erfahrungen in Sachen Blogmonetarisierung? Wie stehst du dem gegenüber? Nimmst du mit deinem Blog etwas ein?

Ja, ich verdiene mit meinem Blog Geld und finde das auch nicht verwerflich. In meiner Sidebar vermiete ich einige Werbeplätze und ab und an stelle ich ein gesponsortes Produkt wie etwa Fotozubehör vor, das ich vorher getestet habe. Dabei ist es mir wichtig, dass ich trotz Bezahlung meine ehrliche Meinung dazu abgebe – und das ist für mich der entscheidende Punkt.
Was ich vom Thema Blogmonetarisierung halte und inwiefern das Geldverdienen die Glaubwürdigkeit eines Bloggers beeinträchtigt, habe ich neulich mal ausführlich gepostet: http://ikiru.de/bloggen/montagsfrage-glaubwuerdigkeit-von-bloggern.php#comment-6430

7. Hast du Erfahrungen mit YouTube und/oder nutzt diese Plattform in deinem Blogger-Alltag?

Zum Bloggen nutze ich YouTube gar nicht.

8. Welche Tipps kannst du uns nennen, wenn es um die Promotion des Blogs geht?

Bevor ihr euch daran macht, Besucher auf euren Blog aufmerksam zu machen: sorgt dafür, dass euer Blog interessant ist! Der erste Eindruck ist verdammt wichtig, und wenn man bei euch nur ein paar nichtssagende Hallo Welt-Einträge und ein 08/15-Layout vorfindet, dann ist es unwahrscheinlich, dass jemand ein zweites Mal wiederkommt oder eurem Blog sogar folgt.
Stellt euch euren Lesern vor. Seid sympathisch.

Nicht zu unterschätzen ist auch ein ansprechendes Layout. Wir leben im Jahr 2013 und es gibt da draußen unzählige großartige WordPress-Themes, Blogger-Vorlagen und so weiter – macht was draus. 😉

Gute Erfahrungen habe ich mit dem Austausch in Blogger-Communities gemacht – etwa im blogger-forum.de oder in der facebook-Gruppe „The Blogger Lounge“.  Hierüber bekommt man nicht nur Feedback und Hilfe, sondern kann sich auch gut mit anderen Bloggern vernetzen.

Ansonsten ist das Kommentieren auf anderen Blogs sicherlich der Klassiker, um ein Blog bekannt zu machen. Aber bitte – spamt nicht belanglos herum, sondern gebt euch Mühe mit euren Kommentaren und geht auf die jeweiligen Beiträge ein. Denn genau solche Kommentare wollt ihr ja auch selber erhalten, mh?

9. Was kannst du einem Blogger-Beginner mit auf den Weg geben? Was soll man zu Beginn des Blogs/Bloggings beachten und was sollte man nicht tun?

Ehe man loslegt, sollte man sich eines klar machen: Bloggen ist verflucht zeitaufwändig. Klar, man kann natürlich nur alle paar Wochen etwas schreiben und ein Layout von der Stange nutzen. Aber dann werden die Besucher ausbleiben und seien wir mal ehrlich, so macht Bloggen keinen Spaß. Also: seid mit Herzblut bei der Sache!

Findet euren eigenen Weg und kopiert nicht einfach bekanntere Blogs. Veranstaltet nicht die drölfzighundertste Blogvorstellung und den x-ten Aufgebraucht-Post, nur weil das alle so machen und euch nichts anderes einfällt. Versetzt euch in die Lage eurer Leser: ist das gerade interessant für sie? Traut euch, Dinge auszuprobieren und eure Meinung zu sagen. Und denkt an das verdammte Impressum. 😉

10. und hier kannst du dich anderweitig äussern und etwas sagen!

Tja. Bloggen ist eine großartige Sache und ich habe in der Blogosphäre schon viele interessante Menschen kennenlernen dürfen. Ich schätze die unglaubliche Vielfältigkeit und Kreativität und finde, wir alle sollten immer diesen Gedanken im Hinterkopf behalten: dass wir uns mit jedem Post Mühe geben, die Blogosphäre noch ein Stückchen bunter, spannender und wertvoller zu gestalten.

Ich danke dir für das tolle Interview und wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinen Projekten!!

Danke für das Interview.

by Alexander Liebrecht und Anne Mühlbauer

 

Hinterlasse einen Kommentar, wenn du magst!

COMMENTS (9)

  • Rainer (Generation C64/Atari)

    Damals habe ich erst eine statische HTML-Seite für jeden Eintrag mühsam von Hand erweitert,

    Jetzt echt? Ohne Menüs inkludieren mit SHTML oder PHP? Ich habe ja früher Contentportale in SHTML gemacht. Aber da kam auch nur ganz selten mal neuer Inhalt dazu.

    Veranstaltet nicht die drölfzighundertste Blogvorstellung und den x-ten Aufgebraucht-Post

    Zum Glück ist das hier ein Interview und nicht einer seiner drölfzighundertsten Blogvorstellungen. Was ist ein Aufgebraucht-Post? Wird da geschrieben, dass der Zucker aufgebraucht ist? 🙂

  • Jörg Tresore

    Sitze derzeit auch an einem eigenen kleinen CMS. Doch ich bezeichne es ebenfalls als rudimentär, denn sonderlich weit ist es nicht.
    Man kann sich einloggen und ein Formularfeld wird übermittelt.
    Eine CMS Datei erstellt, sowie Menüpunkte erstellt.
    Doch für mich als programmier-anfänger echt nicht einfach. Gegen PHP war HTML und CSS und Javascript echt noch ein Spaziergang 😛

    LG Jörg

  • Neomai

    Ich denke aufgebraucht ist hier im Sinne von “Thema ist genügend durchgelutscht” worden zu verstehen. Würde zumindest für mich Sinn machen, hmmm^^

    Das Interview lässt sich schön lesen, weiter so 🙂

    Liebe Grüße
    Neomai

  • Alexander

    Hi Jörg,
    ja also ich bin kein PHPler und weiss aber trotzdem, dass es sehr schwierig ist, ein eigenes CMS zu programmieren. Man muss wirklich viele PHP-Kenntnisse an den Tag legen. Ich greife lieber zu einem fertigen CMS und begnüge mich damit.

    Hi Neomai,
    das Thema Blogvorstellung ist ohne Ende und man kann dieses weiterhin machen, ohne einen Gegenwert zu erwarten. Ich habe nicht vor, damit aufzuhören.

    Danke, mir gefällt dieses Interview auch, ist sehr gut geworden :).

  • Rainer (Generation C64/Atari)

    Alex: Nicht traurig sein. Dieser freche Kommentar bot sich halt gerade zu an. So eine Steilvorlage muss ich halt wie ein pawlowscher Hund ausnützen.

    Jörg: HTML ist wohl noch primitiver als BASIC. In C64 BASIC konnte ich auch so etwas ähnliches wie statische Homepages machen. Für Spiele hatte ich dann aber keine Motivation mehr. Bei PHP habe ich nur mal in XTC modified auf die chinesische Art geschafft ein paar zusätzliche Daten-Felder einzubauen.

    Neomai: Ach, ausgelutscht. Stimmt … das kann es sein. Das ist auch mit ein Grund warum ich kein Webmaster mehr bin. Alles schon x-mal durchgenudelt. Das langweilt mich. Außerdem ist auch das Internet für mich nicht so der Überhammer als es für viele ist.

  • neontrauma

    @ Rainer:
    Jetzt echt. Dass ich mir ein CMS mit PHP geschrieben habe, kam ein paar Monate später.

    @ Aufgebraucht-Posts:
    Worüber man in Bloggerforen nicht alles stolpert – in Aufgebraucht-Posts schreiben die Leute, welche Hautcreme und welchen Nagellack sie im letzten Monat aufgebraucht haben. Srsly. Mit ein Grund für mich, keine Fashionblogs zu lesen. ^^

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