Gaming-Laptops werden immer leistungsstärker

Gaming-Laptops werden immer leistungsstärker

Der technologische Fortschritt macht es möglich, dass Gamer nicht mehr unbedingt auf einen Festnetz-PC angewiesen sind, um auf ihrem Endgerät einzigartige Spielkulissen zu erzeugen. Auch Laptops haben inzwischen genügend Kraft unter der Haube, um höhere Anforderungen an packende Spiele, ob komplexe Simulation oder rasanter Shooter, zu erfüllen.

Dadurch haben Gaming-PCs in der Gamerszene ihren Universalanspruch verloren und konkurrieren zunehmend mit Gaming-Laptops. Was macht einen guten Gaming-Laptop aus, welche Kennzahlen sind entscheidend und worauf sollten die einzelnen Zielgruppen achten?

Wofür will man den Gaming-Laptop nutzen?

Trotz aller Konkurrenz unterscheiden sich die Zielgruppen für einen Gaming-Laptop und einen Gaming-PC voneinander. Während Spieler bei einem Festnetz-Computer möglichst alles aus ihrem Gerät herausholen wollen und sich ausschließlich auf vergnügliche Stunden im Haus konzentrieren, schätzen Spieler eines Gaming-Laptops auch mal das schnelle Spiel für zwischendurch.

Sie sind viel unterwegs und unterscheiden nicht mehr strikt zwischen Arbeit und Feierabend. Stattdessen haben sie hohe Ansprüche an ihr Leben und entscheiden selbst, wann und wo sie spielen und arbeiten. Bei Gaming-Laptops kann zwischen diesen drei Zielgruppen mit folgenden Bedürfnissen unterschieden werden:

Gelegenheitsspieler

Gelegentlich mal eine Runde spielen und ansonsten das Budget schonen. Ein Laptop, das sich diese Zielgruppe wünscht, ist streng genommen kein Gaming-Notebook mehr. Gelegenheitsspieler profitieren am stärksten von einem Gerät, das vernünftige Multimedia-Leistungen und ausreichend Rechenkraft für die meisten Spiele mit einem leichten Gewicht und handlichen Format vereint.

Hardcore-Gamer

Hardcore-Gamer benötigen einen echten Gaming Laptop. Diese Gruppe achtet vor allem auf konsequente Ausschöpfung der Kennzahlen.

Spielen und Arbeiten

Leistung ist auch bei der Suche nach einem guten Allrounder der entscheidende Maßstab. Nur dient die Performance anders als beim reinen Gaming-Laptop auch den Anforderungen für allgemeine Multimedia-Anwendungen und den Bürobedarf. Dieser Anspruch erfordert eine stärkere Gewichtung von CPU und üppigen Speichern gegenüber der Grafikkarte und der Bildbearbeitungsrate.

Worauf ist bei einem guten Gaming-Laptop zu achten?

Die wichtigsten Kriterien sind im Detail:

Das Display

Gaming-Laptops werden vor allem in den Größen von 13, 15 und 17 Zoll geboten. Je größer die Bildschirmgröße ist, desto besser sind Leistung und Immersion, aber desto geringer sind Handlichkeit und Tragekomfort. Ein mattes und entspiegeltes Display schützt vor Sonnenstrahlen. Gamer profitieren von einer scharfen Auflösung von 4K HDR und schnellen Taktzahlen.

Anders als beim Fernseher kommt man mit 60 Hz in rasanten Spielen mit vielen Spielelementen nicht weit, weswegen Geräte mit 144 und 240 Hz vorzuziehen sind. Die Helligkeit sollte näher bei 300 Nits (Candela/m²) als bei 200 Nits liegen, um auch in der Sommerfrische, die Details auf dem Display zu erkennen.

Der Prozessor

Wichtige Benchmarks der CPU sind Kernanzahl und Taktraten. Die Anzahl an Kernen lässt den Rechner die Rechenlast besser verteilen. Durch Hyper-Threading werden die Kerne virtuell verdoppelt. Hohe Taktzahlen entsprechen der Fähigkeit, hohe Kapazitäten in kurzen Zyklen zu verarbeiten. Mit TurboBoost ist es dem Hauptprozessor möglich, in „Stresssituationen“ kurzzeitig über sich hinauszuwachsen.

Die Grafikkarte

Auch die Grafikkarte definiert ihre Leistung durch Kernanzahl und Taktraten, ist aber auf Bildbearbeitung spezialisiert. Bei Grafikkarten sind AMD Ryzen und NVIDIA GeForce die Topanbieter; danach kommt lange Zeit nichts. Achten Sie darauf, dass CPU und GPU ungefähr ein Level haben, um sich nicht gegenseitig auszubremsen! Mit einer externen GPU (eGPU) lässt sich die GPU sogar mit der Zeit aufrüsten – unter der Voraussetzung eines Thunderbolt-Ports.

Speicher

Für den Arbeitsspeicher reichen 8 GB RAM für die meisten Spiele immer noch aus, aber die Anforderungen steigen, und so gibt es zunehmend auch für Notebooks Leistungen von 16 GB oder gar 32 GB. Was den Festplattenspeicher angeht, profitieren Gamer besonders von einer Kombilösung aus SSD/HDD-Speichern.

Auf diese Weise lassen sich die Vorteile der SSD-Speicher in puncto schnelles Booten, Lesen und Schreiben mit den ausladenden HDD-Speichern kombinieren. Für den E-Sport gibt es inzwischen SSD/HDD-Speicher mit mehr als 1 TB auf dem Markt.

Die Kühlleistung

Ein Laptop bietet weniger Platz für eine ausreichende Luftzirkulation, was den Bedarf nach effizienten Lösungen erhöht, um temporäre Leistungseinbußen, heiß gelaufene Tastaturen und einen schnellen Verschleiß zu vermeiden. Die Devise heißt: Kleine Lüfter, große Leistung.

Die Schnittstellen

Digitale Standards wie HDMI und DisplayPorts haben sich längst gegenüber analogen Formaten wie VGA durchgesetzt. Bei den Übertragungsstandards werden USB 3.0-Ports wiederum zunehmend durch die wesentlich schnelleren Systeme USB-C, USB 3.1, USB 3.2, USB 4 und Thunderbolt abgelöst. Eine LAN-Schnittstelle hilft in Situationen, in denen WLAN nicht funktioniert. Außerdem freuen sich Anwender über Schnittstellen für Kopfhörer und Kartenlesegeräte.

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