Erziehungsbeauftragung leichtgemacht

Erziehungsbeauftragung leichtgemacht

In den letzten Jahren sind vermehrt Zettel beim wartenden Discopublikum zu beobachten. Anfangs noch belächelt, setzt sich der Trend in den letzten Jahren fort. Und zwar geht es um die sogenannten Muttizettel, sprich Aufsichtszettel. Anfangs sorgten diese Neuerungen beim allgemeinen Publikum noch für Verwirrung. So fragten sich viele, was dies denn für Zettel seien. Auffällig war dieses Verhalten ja schon sehr. Grund dafür war, dass viele Discotheken ihre Pforten schon für Jungs und Mädchen ab 16 öffneten. Anfangs noch außerorts, verlagerte sich der Trend schnell in die Großstädte. Vor allem der allgemeine Rückgang der Discothekenbesucher beflügelte diesen Trend.

Einlass ab 16!

Ein Einlass ab 16 für Discotheken war vor einigen Jahren noch ein Traum. Das Interesse der Teenager an Disco und Party war zwar schon immer gegeben, wurde aber durch Gesetzte je her ausgebremst. Doch nun machen es Muttizettel möglich. Doch was ist eigentlich ein Muttizettel und warum werden Gesetzte ausgehebelt, die es Minderjährigen nicht gestatten Clubs zu besuchen? Im Prinzip war es Clubs schon immer erlaubt 16-Jährige Einlass zu gewähren. Jedoch galt dies nur für eine Besuchszeit bis spätestens 24 Uhr. Ab Mitternacht greift nämlich der Jugendschutz, der es Jugendlichen unter 18 Jahren nicht gestattet sich in Discotheken aufzuhalten. Mit einem Muttizettel darf man jedoch fortan der kompletten Party beiwohnen und ist nicht gezwungen, die Lokalität frühzeitig zu verlassen. Ambitionierte Pärtygänger wissen nämlich, dass erst ab 24 Uhr die Stimmung am Siedepunkt ist und somit ein frühzeitiges Verschwinden ärgerlich wäre.

Somit können Teenager – zumindest ab 16 – aufatmen und am Partybetrieb teilnehmen. Viele Discotheken setzen sogar vermehrt auf junges Publikum, obwohl diese gar nicht finanzkräftig erscheinen, da Alkoholausschank hierbei strengstens beäugt wird. Was allerdings noch zu beachten ist, ist, dass trotz des Muttizettels eine Aufsichtsperson über 18 Jahre verpflichtend ist. Erst in Kombination mit einer erwachsenen Begleitperson gilt ein Aufsichtszettel. Die Eltern übertragen dabei nämlich die die Aufsichtspflicht. Diese besteht nämlich bei Minderjährigen immer noch. Auch die Korrektheit des Zettels muss gegeben sein. Neben Namen und Geburtsdatum der Jugendlichen, muss auch Adresse und eine Telefonnummer als Kontaktdaten hinterlegt sein. Auch muss auf dem Muttizettel die Ausgangszeit bestätigt werden. Ebenso ist eine Ausweiskopie der Erziehungsberechtigten mit samt Unterschrift verpflichtend.

 

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3 Comments
  1. Ahh, wer erinnert sich nicht noch an die Zeiten des guten alten Muttizettels :'D Echt interessant, wenn man darüber nachdenkt, dass das auch noch Teenager heutzutage durchmachen. Naja was soll man sagen, Sicherheit ist auch beim Feiern nicht zu vernachlässigen. Sehr interessanter Beitrag, vielen Dank dafür!

    1. Ich hatte damals nie irgendwelche Zettelchen zum Feiern oder Ausgehen 🙂 Aber gut, moderne Eltern wollen sich auch etwas absichern. Ich glaube es noch zu wissen, dass ich nicht sehr früh damit begann, Partys zu machen. Heutzutage geht die Sicherheit einmal einfach vor und da ist jedes Mittel recht. Sehr gerne wegen dem Blogpost!

  2. Ich kann mich noch an einige Abende erinnern, als ich solche "Muttizettel" für meine Freunde geschrieben habe, da ich der einzige war mit über 18 Jahren. Gute alte Zeiten.. Die Muttizelltel waren lediglich nur eine Art Alibi zur Bestätigung der Erziehungsberechtigten. Heutzutage denkt man manchmal an die Zeit und will für einen kurzen Moment zurück..

    Grüße 

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