Die unterschiedlichen Domainkürzel im Internet

Ob wir das Internet auf dem Notebook Tablet, dem Smartphone oder dem Computer benutzen, die Domain dient als eine Art Wegweiser, mit welcher Art von Seite wir es zu tun haben. Die bekanntesten Domains im World Wide Web in Deutschland sind die Endungen .de und .com. Zusätzlich gibt es noch eine Vielzahl an anderen Möglichkeiten, wie man die Adresse eines Internetauftritts enden lassen kann. Auch eine exklusive Domain unter dem Namen .eu für die Europäische Union gehört seit dem Jahr 2005 mit dazu, sie wird von dem belgischen Unternehmen EURid verwaltet.

Die länderspezifischen Endungen der Mitgliedsstaaten der EU werden zwar von der Endung nicht ersetzt, doch so kann man als Alternative zur Länderendung seine Webseite als in der EU ansässig kennzeichnen und einen Domainnamen nutzen, der mit einer anderen Endung vielleicht schon vergeben ist. Wer sich für eine .eu-Domain registrieren lassen will, muss vorweisen, dass das entsprechende Unternehmen oder die Organisation in  einem Mitgliedsstaat der EU eine Niederlassung hat, beziehungsweise, dass der Inhaber der Seite seinen Wohnsitz dort hat. Weder in der Schweiz noch in Liechtenstein ansässige Personen können die Endung nutzen. Sie können .eu-Domains höchstens mit Hilfe eines Treuhänders registrieren.

Domains
Nach einem anfangs recht großen Interesse an dieser Domain, ist die .eu Endung nach einer Weile ein wenig ins Hintertreffen geraten. Während sie im Jahr 2006 noch den dritten Platz der am häufigsten verwendeten Endungen einnahm, hinter .de und .uk, fiel sie schon im darauffolgenden Jahr auf den fünften Platz zurück. 2012 lag sie schon nur noch auf dem neunten Platz aller Top-Level-Domains. Aktuell muss die Domain wieder mit Einbußen leben, denn im zweiten Quartal 2013 sank die Zahl der registrierten Domains netto um 18 837 Adressen, das entspricht 0,5 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte die Domain im gleichen Zeitraum sogar 101 964 Seiten dazugewinnen können. Insgesamt wurden Ende 2012 3,7 Millionen .eu-Domains verzeichnet. Besonders hoch liegt auch der Anteil der Domains, die mehr als ein Jahr genutzt wurden, nämlich bei mehr als 80 Prozent, was im Vergleich zu anderen Domains relativ hoch ist.

Doch dass die Zahl der angemeldeten .eu-Domains langsam aber sicher zurückgeht, kann auch an der stetig wachsenden Konkurrenz liegen. Schließlich ist die Domain neben .de und .com nicht die einzige Möglichkeit, die man als Privatperson oder Unternehmen hat. Bald soll die Auswahl vor allem innerhalb von Deutschland noch vielfältiger werden, denn Berlin plant als erste Stadt eine eigene Städte-Domain einzurichten. Diese soll ab 2014 erhältlich sein, und zwar für all diejenigen, die ihren Wohn- oder Firmensitz in der deutschen Hauptstadt haben. Und es ist davon auszugehen, dass dies nur der Anfang eines großen Trends sein könnte, denn es ist ziemlich wahrscheinlich, dass andere Städte wie Hamburg, Köln oder München diesem Beispiel sehr schnell folgen werden. Wenn der Startschuss für die Berlin Domain Anfang 2014 fällt, wird es wahrscheinlich spannend zu beobachten sein, wie schnell die beliebtesten Namen vergeben sein werden.

Gastartikel von Christine Grothe
Bildquelle by soliman design  via Shutterstock.com

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7 Comments
  1. Super Information Alex.
    Das die EU Domain weiter an Boden verliert wusste ich gar nicht. Aber für mich war diese Endung immer nur am Rande existent. Die wichtigsten sind immer noch .com, .de und co.
    Interessant wird es dann mit den neuen Endungen, wie du schon gesagt hast. Denn zu den deutschen Städte-Endungen kommen auch noch .blog, .cloud, .site, .app und viele mehr…

  2. Ich finde die Städte-Domains sehr interessant und bin gespannt, wie die sich entwickeln werden. Für deutsche Domains finde ich immer noch .de , .com und .org am besten.
    Für international tätige Firmen bieten sich auch die anderen Domains an, da kann man auch je nach Schwerpunkt .eu wählen. Allerdings wundert es mich nicht, dass die eu-Domain an Popularität verliert. Ich selber denke da immer an die Bürokraten in der EU, die in Brüssel, Luxemburg und sonstwo sitzen.
    Viele Grüße
    Kristina

  3. Danke Markus,
    ja, ich bin schon sehr gespannt auf die neuen Domainendungen und habe mir ja auch eine .blog-Domain vorbestellt und werde erstmals schauen, ob sich ein Kauf lohnt. Einen Einsatz für diese neue Domain habe ich erstmals nicht und habe da genügend Domains bei All-inkl registrieren können – für den eigenen Gebrauch und so.

    @Kristina,
    ich denke mal, dass Städte-Domain registriert werden. Vor allen Dingen die bekanntesten deutschen Städte wie Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart und auch München könnten da in Frage kommen. Aber es wird ja schon bald damit gestartet und sehen wir denn mal, wie es anlaufen wird und ob die Domains auch wirklich einen Boom erleben werden.

  4. Dass die eu Domains nicht so gefragt sind, liegt vielleicht auch daran, dass sich viele Menschen nicht so sehr mit der EU identisch sehen. Zudem kennt fast jeder DE, ORG und COM Domains. Selbst die BIZ Domains haben in meinen Augen einen leicht zweifelhaften Ruf.

  5. Ja, das könnte daran liegen! Ich habe auch nirgends bei mir eine .eu-Domain, aber hätte dann wahrscheinlich für etwas nehmen können.

  6. Ich wüsste nicht warum, außer man möchte sein EU-Gedankengut verbreiten, man eine .eu nehmen sollte. Vielleicht noch, wenn man Waren oder Dienstleistungen innerhalb der .eu verkaufen will. Ansonsten sollte man für seine Internationalität lieber eine .com nehmen.

    Die .biz ist für mich eine Spammer-TLD.

    Die ganzen neuen Domainendungen sind doch im Grunde vermutlich nur Geldmacherei. Die Domainsammler werden wohl schon zu greifen.

  7. Meine erste Wahl ist die .de zumal es .de Domains schon für unter drei Euro im Jahr zu haben gibt.

    Ich persönlich habe nichts gegen .eu Domains warum auch?
    Wenn eine knackige EMD frei ist dann registriere ich die auch.
    http://www.externefestplatten.eu habe ich schon ein paar Jahre im Portfolio.
    Ich muss da wirklich mal Content drauf hauen. 🙂 bevor es keine externen Festplatten mehr gibt sondern alles in die Cloud ausgelagert wird.

    Ein Webmaster Kollege hat vor kurzem eine .eu zu einem guten Thema in kürzester Zeit in die Top 10 gebracht jetzt steht das Projekt bei Sedo für 4000 zum Verkauf.
    Na gut das heißt natürlich nicht viel.
    Aber Geld bringt das.

    Der .biz Domain wird schon Jahre nachgesagt das man die schwer in Google zum ranken bekommt. Ich glaube da ist was dran.
    Ich habe zwei oder drei .biz die sich echt schwer tun aber ich habe die auch aus den Augen verloren.
    Aber dieser Beitrag hat mich an diese Domains erinnert. Da werde ich mal bei nächster Gelegenheit konzentrierter dran arbeiten. Frischer Content , frisches layout , frische Backlinks.

    Grüße Lothar

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