Optimierung von Online-Shops: Die wichtigsten SEO-Maßnahmen im Jahr 2016

Optimierung von Online-Shops: Die wichtigsten SEO-Maßnahmen im Jahr 2016
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Hallo, liebe Leser! Ich möchte euch heute ein paar SEO-Maßnahmen für Onlineshops vorstellen, die auch dieses Jahr besonders wichtig sind und welche bisherigen Optimierungen immer wichtiger werden. Der Google Algorithmus ist inzwischen soweit ausgebaut, dass starre Suchmaschinenoptimierung keinen Platz mehr in den SERPS (Search Engine Result Pages) bekommt. Stattdessen ist die Zufriedenheit der Nutzer das wichtigste Signal geworden, an dem Suchmaschinenoptimierung gemessen werden sollte.

Crawlability – Gestalte den Onlineshop so einfach und korrekt wie möglich

Die Benutzerfreundlichkeit einer Website für Suchmaschinen wird als Crawlability ausgegeben. Einen Onlineshop zu erfassen, kann mehr oder weniger schwer ausfallen. Um es dem Crawler von Google und anderen Suchmaschinen verständlicher zu machen, worum es im Onlineshop geht und wie er aufgebaut ist, sollten unter anderem diese Punkte beachtet werden:

  • PageSpeed der Website möglichst hoch
  • Sprechende URLs benutzen
  • Eine saubere, logisch aufgebaute Seitenstruktur erstellen
  • Interne Verlinkungen sinnvoll setzen
  • Keine defekten Links auf der Seite
  • Sitemap in der Google Search Console (ehemals Webmaster Tools) hinterlegen

Sind diese Maßnahmen richtig umgesetzt, können Suchmaschinen den Onlineshop strukturell und inhaltlich verstehen und in ihren Index aufnehmen. Nun muss beachtet werden, dass nicht alle Seiten für den Crawler relevant sind. Gewisse Seiten halten keine große Relevanz inne, weshalb auf die Indexierung verzichtet werden kann und sollte. Dies spricht auch für nachfolgenden SEO-Aspekt.

Crawl-Budget – Hilf den Suchmaschinen, das Wichtige zu finden

Die Suchmaschinen durchforsten aber nicht alle Seiten aller Websites weltweit – das würde schlicht zu lange dauern und zu viele Ressourcen beanspruchen. Deshalb gibt es das sogenannte Crawl-Budget. Das beinhaltet die Anzahl der Seiten einer Website, die Google crawlt. Die Zeit zum crawlen ist beschränkt, weshalb allein aus diesem Grund schon Seiten von der Indexierung ausgeschlossen werden müssen.

In Kennerkreisen wird davon gesprochen, dass das Crawl-Budget vom PageRank einer Website abhängig ist. Je besser der PageRank, desto höher das Budget und umso mehr Seiten werden gecrawlt. Dies ist vor allem bei großen Websites, wie Onlineshops sie meist sind, sehr wichtig.

User Intent und User Experience – Erfülle Kundenwünsche

Mit Keywords wird schon lange gearbeitet. Sie dienen dazu, die Seite einer Website zu kategorisieren und diese für den User auffindbar zu machen. Was sucht der Nutzer wirklich? Es ist nicht mehr in allen Fällen erforderlich, dass die Suchanfrage des Nutzers als Phrase auch auf der Webseite enthalten ist. Vielmehr müssen vorhanden Inhalte die eigentliche Nutzerfrage bzw. sein aktuelles Bedürfnis erfüllen. Das Erkennen dieser Nutzerabsicht, des User Intents, hinter einzelnen Keywords ist für gutes SEO 2016 unerlässlich.

Zur User Experience (Nutzererfahrung) wiederum gehört die Zugänglichkeit über verschiedene Endgeräte, die Ästhetik der Website und die Usability. Die Usability bezeugt einen hohen Nutzen der Inhalte, die Einfachheit der Website und eine effiziente Bedienung. Vom User Intent aus ergeben sich Problematiken in den Suchanfragen. Dieser Faktor wird von RankBrain berücksichtigt.

RankBrain – Wisse, was der Kunde will

RankBrain ist für das Ranking ein sehr wichtiger und zu beachtender Faktor. Dank diesem können Suchanfragen besser gedeutet werden. Es handelt sich um eine künstliche Intelligenz, welche auch noch nie gestellte Suchanfragen dank maschinellem Lernen deutet. Ist ein Wort oder eine Wortgruppe einer Suchanfrage unbekannt, kann RankBrain mithilfe von Einbettung der Sprache in mathematische Entitäten die Bedeutung erkennen. Dazu werden Bedeutungsähnlichkeiten zu anderen Wörtern, welche bereits in der Datenbank von RankBrain enthalten sind, erfasst.

Haben die Nutzer Interesse an einem Produkt und dazu Fragen, die in dieser Form noch nicht gestellt wurden, ist es sinnvoll, wenn diese dank guter SEO-Maßnahmen im Webshop bereits beantwortet wurden. So kann RankBrain die Antworten der Suchanfrage zuordnen.

Des Weiteren wird angenommen, dass User-Signale, wie die Verweildauer und die Absprungrate zumindest anteilig bestimmen, ob eine Website die User Intent erfüllt hat. Diese Signale werden wahrscheinlich in RankBrain ausgewertet. Damit spielen User-Signale eine immer wichtigere Rolle.

Interne Verlinkung optimieren – Hilf dem Kunden und Google sich zurechtzufinden

Auch für 2016 bleibt die interne Verlinkung eine der wichtigsten SEO-Maßnahmen für Onlineshops, gerade auch im Hinblick auf die Crawlability. Sie unterstützen die Suchmaschinen, die Struktur des Onlineshops besser zu verstehen. Durch Verlinkungen kann Google und Co. die Relevanz der einzelnen Seiten eines Shops für bestimmte Keywords besser zuordnen. Auch für den Nutzer ist eine gut aufgebaute interne Verlinkung ein Vorteil und stützt die einfache Navigation innerhalb des Onlineshops.

Verlinkt werden Produkte und Kategorien untereinander, welche thematisch zueinander passen, sodass sich diese gegenseitig stärken. Auch innerhalb des Contents, wie Produktbeschreibungen oder Kategoriebeschreibungen, sind Links von besonderer Gewichtung und dürfen nicht vernachlässigt werden.

Optimierung für mobile Nutzung – Mach den Shop mobilfreundlich

Dank des kürzlich erschienenen, in Insiderkreisen genannten „Mobilegeddons“, ist die Optimierung einer Website für mobile Endgeräte noch wichtiger geworden und zählt zudem als Rankingfaktor für die mobilen Suchergebnisse. Googles Update für den bisherigen Algorithmus sieht es als noch wichtiger an, dass:

  • der PageSpeed für Mobilgeräte optimiert wird
  • kein Flash verwendet wird, da Flash von iPhones und iPads nicht unterstützt wird
  • Layout, Bilder und Texte responsive sind
  • JavaScript Dateien, Bilder oder CSS-Inhalte von Google gecrawlt werden können

Bei allen Anpassungen muss immer darauf geachtet werden, dass der Bildschirm wesentlich kleiner ist, als der eines Desktop-PCs. Auch dass mit Touchscreen nicht alle Funktionen möglich sind wie mit einer Maus, ist zu beachten. Der Test auf Optimierung für Mobilgeräte und das PageSpeed Insight-Tool von Google helfen dabei, Optimierungspotenziale offenzulegen.

Fazit: Hilf dem Nutzer zu finden, was er wirklich sucht

Onlineshops und auch andere Websites werden für Nutzer geschaffen und sollen deren Fragen und Bedürfnisse bedienen. Die Prognose für das weitere Jahr ist demnach, dass vor allem die Nutzerzufriedenheit erhöht werden sollte, um ein gutes Ranking zu erreichen: Exzellente Inhalte technisch perfekt darstellen.

Autor:

Herbert_Buchhorn_OnlinemarketingHerbert Buchhorn ist Geschäftsführer von Clicks Online Business (Büros in Berlin, Dresden und München) und Experte für Suchmaschinenoptimierung (SEO). Seit 2007 ist seine Online Marketing Agentur erfolgreich für Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen in ganz Deutschland und international tätig.

 

Er veröffentlicht regelmäßig Fachbeiträge zum Thema SEO & E-Commerce in verschiedenen Online- und Printmagazinen, ist anerkannter Speaker auf Konferenzen und hält regelmäßig Seminare rund um das Thema Online Marketing.

 

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7 Comments
  1. Hallo Zusammen die Meinung das gerade auch wirklich die Nutzerfreundlichkeit ein immer größer werdender Key Fact ist, stimmen wir wirklich zu, wir betreiben einen kleinen Online Weinhandel und haben damals leider ein – wirklich sehr – fragliches Shopsystem auf die beine stellen lassen und das für nicht mal wenig Geld hier zu finden Baselweine naja nun arbeiten wir daran die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern, vielen Dank für diese SEO Hinweise

  2. Wieder einmal ein richtig toller Gastbeitrag.
    Ich selber betreibe zwar keinen online Shop aber auch für Infoseiten Portale so wie mein neues Hoverboard Portal ist Nutzerfreundlichkeit für Desktop und mobile Geräte genauso wichtig.
    Ich setze hier auch ein Template ein das auf Smartphones auch gut navigierbar ist.
    Da hoffe ich dann auch in kürze unter Hoverboard kaufen die vorderen Plätze zu erobern.
    Vielleicht hat der Autor ja noch ein paar Tipps was noch bei mir zu tun wäre.

    Grüße Lothar

  3. Schöne Zusammenfassung, ein freund betreibt sehr erfolgreich einen Onlineshop und hat mich gebeten ob ich ihm da beim SEO helfen kann. Da werde ich einiges aus dem Artikel mal versuchen umzusetzen, mal schauen ob das den Rankings hilft 🙂

    Grüße Daidi

  4. Wirklich interessant der Beitrag. Auch wenn man meint das vieles mittlerweile bekannt ist, gibt es dennoch sehr viele Onlineshops die das nicht richtig beachten. Dabei sind vieles Themen die nicht nur für SEO wichtig sind sondern grundlegend die Qualität der Seite definieren.

  5. Sehr schön zusammengefasst. Auch ich habe mal in meinem jugendlichen Leichtsinn einen Onlineshop betrieben. Jedoch ohne jeglicher On- und Offpage-Optimierung. Das Ergebnis kann man sich ausmalen: Null Umsatz… . Aber aus Fehlern lernt man. Heute weiss ich umso mehr, worauf man achten soll und dass man ständig am Ball sein muss, wenn Google mal wieder seinen Algorithmus ändert.

  6. Ich habe immer mit kostenlosen wordpress themes gearbeitet und hatte dadurch eine extrem schlechte interne verlinkung. Irgendwann hab ich dann auf ein professionelles theme gewechselt und das ranking war schlagartig besser. google ist schlauer als du denkst 🙂 also in diesem punkt kann ich voll und ganz zustimmen. Sehr hilfreicher Post.

  7. Danke für diesen informativen Beitrag zu den Neuerungen. Ich denke dass es auch vollkommen richtig ist, dass die Kundenzufriedenheit immer mehr im Fokus steht. Was ich noch nicht so transparent finde ist die interne Verlinkung. Das ist wirklich einer der Knackpunkte. Danke und Gruß

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