Die Waldorf Frommer Rechtsanwälte und die Filesharing-Abmahnungen

Die Waldorf Frommer Rechtsanwälte und die Filesharing-Abmahnungen

Filesharing-Abmahnungen stehen nach wie vor an der Tagesordnung. In besonderem Maße aktiv sind dabei die Rechtsanwälte Waldorf Frommer aus München. Die Kanzlei vertritt namhafte Rechteinhaber wie Warner Bros. Entertainment GmbH, Studiocanal GmbH, Tele München Fernseh Produktionsgesellschaft mbH & Co, Universum Film GmbH uvm. Seit Jahren werden für diese Rechteinhaber Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen ausgesprochen. Die Rechtsverletzungen sollen dabei in
Internettauschbörsen oder aber mit einer Streaming-App begangen worden sein.

Gegenstand der Abmahnungen sind vorwiegend aktuelle TV-Serien und Filme. Wer eine solche Abmahnung erhält, sieht sich erheblichen Ansprüchen gegenüber. Gefordert wird die Abgabe einer Unterlassungserklärung und die Zahlung von Schadensersatz sowie die Erstattung von Rechtsanwaltskosten, die für den Ausspruch der Abmahnung entstanden sind.

Innerhalb der Abmahnungen, die sich allesamt inhaltlich ähneln, wird fest und starr behauptet, dass der Adressat der Abmahnung für die geltend gemachten Ansprüche haftet. Adressat der Abmahnung ist stets der Inhaber des Internetanschlusses, von dem aus die Rechtsverletzung begangen worden sein soll.

rechtsanwalt

Mit den tatsächlichen Gegebenheiten, insbesondere dem Umstand, dass den Anschlussinhaber aus diversen Gründen keine Haftung treffen könnte, setzt sich Waldorf Frommer nur unzureichend bis gar nicht auseinander. Selbstverständlich haftet nicht jeder Anschlussinhaber, der eine Abmahnung erhält. Hier gibt es zahlreiche Sachverhaltsumstände und Einwände zu berücksichtigen. Einen groben Überblick über die möglichen Szenarien einer Haftung bzw. eines Haftungsausschlusses haben wir hier zusammengestellt: https://www.lawst.de/waldorf-frommer-abmahnung/.

Sofern also eine solche Filesharing-Abmahnung eintrudelt, sollte man sich nicht gleich verrückt machen. Schon gar nicht, wenn die vorgeworfene Rechtsverletzung nicht von dem Anschlussinhaber begangen wurde. Aufgrund der unübersichtlichen Rechtsprechung ist es in jedem Fall zu empfehlen, einen im Urheberrecht versierten Anwalt zu konsultieren, der eine umfassende Beratung liefern kann. Kein Fall ist aussichtslos. In nahezu jeder Angelegenheit kann eine Minderung der Zahlungsansprüche erzielt werden, selbst dann, wenn die Urheberrechtsverletzung tatsächlich begangen wurde.

In vielen Fällen haben wir die Ansprüche für unsere Mandanten auch vollständig zurückgewiesen. Sehr gute Chancen auf Abwehr der Ansprüche bestehen beispielsweise auch dann, sofern mehrere Personen den Anschluss nutzen.

Artikel by Björn

P.S. von Alexander Liebrecht, des Blog-Admins >> 19.04.2017

Vor kurzem erreichte mich eine Person per Mail und wir sprachen über diese Thematik. Zudem kann ich dir nun auch dieses eBook unter http://www.urheberrecht.de/ebook-urheberrechtsverletzung-was-tun.pdf gerne präsentieren. Es stammt nicht von mir, befasst sich aber mit der obigen Problematik. Eventuell brauchst du mehr solcher Infos und das eBook dürfte dann ganz gelegen kommen.

Bildquellen by Andrey_Popov und by www.BillionPhotos.com via Shutterstock.com

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11 Comments
  1. Hallo Alex! Genau das ist uns in unserer Studenten-WG passiert! Zum Glück war ich in der genannten Zeit bei meinen Eltern und nicht anwesend, deswegen bin ich aus dem Schneider. Außerdem gehörte mir der Anschluss auch nicht. Aber am Ende hat das zu einer Auflösung der WG geführt, denn der Eigentümer wollte verständlicherweise den angeblichen Übeltäter nicht mehr bei sich wohnen haben…

  2. Die Frage ist, haben die Leute nur gestreamt oder runtergeladen?
    Ich wüsste von keinem der wegen Streamen verurteilt worden ist.

  3. Ich bin da sehr vorsichtig, auch wegen dem Streamen. Wäre aber schon recht schade, wenn man auch deswegen verurteilt wird.

  4. Ich bin mir ziemlich sicher das der Download an sich nicht strafrechtlich verfolgt werden kann. Allerdings ist man auf den meisten Filesharing Plattformen nicht nur Downloader sondern auch Uploader, weil gleichzeitig Daten geladen und für andere zur verfüfung gestellt werden. Und der Upload ist wiederum eine Straftat.

  5. Man sollte auf jeden Fall sehr vorsichtig mit so welchen Sachen sein.

  6. Zumindest in Österreich gab es erst kürzlich eine sehr interessante Aussage bezüglich Streaming direkt vom Justizminister. Und zwar sei das Streamen von illegalen Inhalten alleine “keine urheberrechtlich relevante Handlung”. Solange man die Filme/Serien nicht herunterlädt sei es unbedenklich. Inwieweit das nun so gehandhabt wird, solange es nicht gesetzlich verankert ist, bleibt aber auch hier fraglich.

  7. Da haben wir als Schweizer ja ein riesiges Glück – bei uns ist nämlich das Downloaden von rechtlich geschützten Inhalten nicht starfbar – und damit natürlich auch nicht abmahnbar.

    1. Hallo Simon,
      ihr lieben Nachbarn habt es gut 😉 Ist es immer noch so, dass ein Schweizer Blog kein Impressum haben muss?? Soweit ich es in Erinnerung habe, ist es so oder kannst du es mir bestätigen?

  8. Lieber Alexander
    Das stimmt seit 2012 leider nicht mehr ganz. Das Schweizer Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb wurde im April 2012 wie folgt ergänzt:

    “Unlauter handelt insbesondere, wer Waren, Werke oder Leistungen im elektronischen Geschäftsverkehr anbietet und es dabei unterlässt, klare und vollständige Angaben über seine Identität und seine Kontaktadresse einschliesslich derjenigen der elektronischen Post zu machen.”

    Liebe Grüsse

  9. Demnach muss im Internet jeder seine Kontaktdaten hinterlassen. Soll mir rechtens sein 😉 Blogger und Webseitenbetreiber sind eh nicht privat, von daher passt es so.

  10. In Deutschland ist das Anklagen von Streaming-App-Nutzern ein lukratives Geschäft. In den Niederlanden ist das etwas komplizierter weil jeder Nutzer separat angeklagt werden muss. Das kostet viel Zeit und Geld.

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