Vorstellung von KirbyCMS

Hallo liebe Leser und Freunde des Feedbacks! Ich habe ja schon gestern hier einen Artikel zu KirbyCMS geschrieben und angedeutet, dass ich es die Tage teste.

Gestern habe ich mit den Tests begonnen und möchte nun ein Resümee ziehen und dieses CMS etwas vorstellen. Meine Tests waren nur zur Hälfte erfolgreich, aber warum, erfahrt ihr weiter unten.

KirbyCMS ist OpenSource und braucht keine Datenbank, ist aber auch in PHP geschrieben. Die eigentliche Installation ist denkbar einfach, aber nach der Installation geht es auch schon los. Man muss vieles realisieren und kann dieses CMS keinesfalls intuitiv nutzen. Euch steht dann eine Kirby-Installation zur Verfügung und sie ist ohne das Blog. Das Blog muss man erstmals erstellen und wie man das machen kann, habe ich versucht, in meinem Forum zu beleuchten.

kirbycms-blogMeine Demo-Projekt befindet sich hier. Ich habe heute noch das Theme gewechselt und auch dabei hatte ich ein wenig mehr zu tun gehabt.

Die Blogerstellung ist zwar nicht sehr sehr schwer, wobei man sich eines englischsprachigen Tutorials bedienen muss, aber man hat damit erstmals zu tun. Bei der Erstellung des Blogs hatte ich auf einmal eine doppelte Navigation und das lag daran, dass ich in der blog.php die Zeile mit dem Menü behalten habe und sie müsste aber weg.

Meine blog.php sieht jetzt so aus:

<?php snippet(‘header’) ?>

<h1>Blog</h1>

<!– articles –>
<?php foreach($page->children()->visible()->flip() as $article): ?>

<article>
<h1><?php echo html($article->title()) ?></h1>
<p><?php echo excerpt($article->text(), 300) ?></p>
<a href=”<?php echo $article->url() ?>”>Read more</a>
</article>

<?php endforeach ?>

<?php snippet(‘footer’) ?>

Zuoberst ist das Snippet für den Header eingebunden und bei dem belässt man es. Ich war schon froh, dass ich die Blogerstellung hinbekommen hatte und ich möchte mich nicht wiederholen, aber auf Anhieb klappte schon mal gar nichts. Ich hatte schon mal solche CMS, wo man an die Dateien ran musste, aber wenn man kein PHP kann, bringt das nichts.

Ich wandte mich auch an das Support-Forum und hatte dort einige Fragen gestellt. Derzeit möchte ich wissen, was ich bei der Einbindung der DisQus-Kommentare alles falsch gemacht hatte. Es sind ja beim Blog sowas wie Tags, das Datum bei den Artikeln, related Pages, Social Share Buttons und noch ein paar andere Sachen möglich. Leider tappe ich dabei im Dunkeln und habe es nicht hinbekommen.

SEO bei KirbyCMS

Wenn es um SEO geht, so haben wir hierbei suchmaschinen-freundliche URLs, die erzeugt werden. Felder, um individuelle Metatags zu erstellen, habe ich keine vorgefunden. Das ist schon mal ein Minus. Ich weiss nicht, vll. geht es doch und da muss man ganz sicher wieder an die Dateien heran und experimentieren.

Templates bei KirbyCMS

Templates gibt es hinter diesem Link und sie zu installieren, ist nicht weiter schwierig. Dabei werden manche Verzeichnisse überschrieben und da muss man auch schauen, dass man den Themewechsel gleich nach dem Blogstart macht, damit keinerlei Daten verloren gehen.

KirbyCMs ist ja ein file-basiertes CMS und der Content lagert dabei im Verzeichnis content auf dem Webspace. Ein neues Theme, seine Files werden so hochgeladen wie die sind und dann ab damit ins Rootverzeichnis der Kirby-Installation. Es werden nach dem Hochladen weitere Verzeichnisse auftauchen und man muss halt schauen, dass man noch keine Inhalte erstellt hat, wenn man alte, gleiche Verzeichnisse löscht.

Es kann dann zum Beispiel so heissen, dass es bereits ein Verzeichnis 01-about gibt. Nach dem Hochladen wird aber noch ein Verzeichnis 1-about hinzugefügt. So ist alles doppelt gemoppelt und das hat mir leider nicht so sehr gefallen.

Plugins bei KirbyCMS

Auch diverse Plugins haben wir bei diesem CMS und sie befinden sich hier. Bei der Installation hatte ich laufend Fehlermeldungen und mir wurden nur die Error-Zeilen angezeigt. Ich denke, dass man da mehr durchblicken muss. Auf Anhieb konnte ich die ein paar Plugins nicht installieren. Es ist nicht mit einem oder zwei Klicks getan wie man es von anderen CMS her kennt. Demnach hier nochmals: KirbyCMS kann man nicht gleich nutzen und muss erst alles erstellen und einrichten.

Fazit:

Ich halte dieses CMS für interessant, aber mich stören dabei so manche Sachen wie die Möglichkeit der Textformatierung im Backend beim Erstellen eines Artikels. Es gibt nur vier Buttons und nicht mal für Bilder gibt es etwas. Dabei benutzt man den Kirbytext. Mit diesem Text formatiert man den zu erstellenden Artikel im Backend. Bilder lassen sich einbinden, wenn man es so macht: (image: http://url-der-bildes) Die Klammern schreibt man auch aus, denn diese gehören zum Kirbytext.

Ich hatte es mir einfacher vorgestellt, aber so sieht man, dass nicht jedes CMS für etwa einen Blogbeginner geeignet ist. Hier landen wir wieder bei WordPress und KirbyCMS ist leider keine Alternative wie es vll. solche wie Joomla, Drupal, DotClear oder phpFusion sind.

Vll. macht ja jemand es besser als ich. Genug englische Tutorials gibt es und dann noch im Support-Forum findet man eine Hilfestellung.

by Alexander Liebrecht

 

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25 Comments
  1. Gerade lese ich auf t3n, dass dieses CMS doch gelobt wird. Ich fand aber daran keinen Gefallen und habe mir so ein Blog angesehen, wo es auch keine Kommentare gab. Nicht mal DisQus-Kommentare konnte ich hinbekommen und ich habe schon ein wenig Erfahrung mit den OpenSource CMS.

    Wie dem auch sei und hierbei muss jeder selbst urteilen. Dauerhaft nutzen möchte ich KirbyCMS nicht und setze dabei auf andere aus meiner Sicht der Dinge bessere CMS.

  2. Hallo Alexander,
    ich bin Nutzer von Kirby und möchte kurz erwähnen, dass hier auch ein grundlegendes Missverständnis vorliegt. Ein CMS ist nun auch kein Blog System.
    Als solches ist Kirby auch nicht von Grund auf angelegt. kirby dient dazu Webseiten aufzubauen. kirby bietet dazu eine möglichst (gewollte) minimale Grundlage. Wer sich mit PHP auskennt kann innerhalb sehr kurzer zeit professionelle Webseiten erstellen.
    Aber: etwa auskennen mit PHP sollte man sich schon. Sonnst gibt es gute (ja englische) Tuts. Wer kein Englisch kann … Pech gehabt 😉

    Also wer bloggen will und null Ahnung vom programmieren hat soll bitte sich ein Template mit wordpress zulegen und die Finger von CMSen lassen.
    Du isst ja auch keine Banane wenn du eigentlich eine Apfel essen willst! Oder?

    1. Hallo Gast,
      ja, richtig, dass ein CMS kein reines Blog-System ist. Ich habe nun so verstanden, dass man bei Kirby Programmiererkenntnisse braucht.

      Mit vielen anderen CMS, die ich schon getestet habe, hat es ohne die Programmierer-Kenntnisse geklappt und manch davon waren auch Blogsysteme. Kirby ist es leider nicht.

      Ich fand es schon interessant, konnte mich aber mangels diverser Kenntnisse nicht durchsetzen. Daher empfehle ich es einem Blogbeginner eher nicht.

      Ja, wenn dann würden die meisten eh auf WordPress als CMS setzen.

  3. Wie dem auch sei und hierbei muss jeder selbst urteilen.

    Ja das ist auch das Beste. Einfach mal ein bisschen Zeit investieren ausprobieren und dann entscheiden ob man es mag oder nicht.

    Grüße
    Lothar

  4. Wie alles auf der Welt ist auch das eine Geschmackssache. Wie oben erwähnt, ausprobieren und dann beurteilen.

  5. Scheint an sich ein gutes CMS zu sein, aber wie Du schon erwähnt hast, leider nicht empfehlenswert für Blogger.

  6. Ja, damit es ein Blog ist, muss man einiges tun und da braucht man auch PHP-Kenntnisse, aber so fand ich es auch nicht schlecht.

  7. Php Kenntnisse sich anzueignen kann auch nicht verkehrt sein.
    Grüße
    Lothar

  8. Hallo Alexander,

    habe bei Dir zum ersten mal über KirbyCMS gelesen. Nach sowas suche ich schon länger! Echt praktisch für kleinere Seiten oder für günstige Webhosting-Pakete ohne Datenbank 😉

    Fürs SEO gibt’s übrigens Custom Fields, Caching und den Text-Editor kann man auch noch erweitern. Leider nichts für programmierfaule, sonst geht da garnichts. 🙁 Generell muss man sich schon ganz schön mit Kirby befassen, bevor da was ansehnliches bei rumkommt… Schade eigentlich. Werde mich trotzdem mal einlesen!

    Danke für den Tipp!

    Viele Grüße,
    Tobias

  9. @Lothar,
    ja, das könnte man machen und ich kann PHP auch nicht, aber egal. Ich komme meistens so klar.

    @Tobias,
    hallo, ja freut mich, dass du nach so einem CMS wie Kirby gesucht hast. Ja, gut, da muss man wirklich an den Code heran und wenn man das kann, dann lässt sich eine sehr gute Webseite mit Kirby erstellen.

    Für Blogbeginner und einfache WordPressanwender ist das eher nichts. Dann schaue dich mal bei Kirby um und vll. wäre das was für eine eine spätere Webseite von dir.

  10. Ich hab von Kirby noch nichts gehört. Da muss ich mich die Tage mal echt mit auseinandersetzen klingt sehr interessant. Ich hab bisher nur mit WordPress und Jomlaa Seiten erstellt.
    Danke für den Artikel.

    Lg
    Gerd

  11. Was ich mich bei den ganzen CMS die es so gibt frage ist, warum ich nicht eines der Großen verwenden soll. WordPress ist ein super Blogsystem, mit Joomla lassen sich relativ simpel Webseiten erstellen, und wenn es einmal komplexer sein soll gibt es immer noch Drupal. Und da sind auch größere Communities dahinter, also schneller Updates und mehr Erweiterungen.

    1. Hallo Andi,
      das ist eine gute Frage und ich möchte mit meinen CMS-Artikel nur zeigen, dass es auch andere CMS gibt. Jeder darf dann frei entscheiden, wie die eigene Wahl ausfallen sollte oder wird. Ich schaue halt gerne über den Tellerrand, auch wenn ich weiss, dass der Weg an WordPress nicht vorbei geht. Joomla und Drupal werden auch gerne eingesetzt und das sind so die wichtigsten CMS auf dem Markt und ich weiss, sie haben auch grosse Communitys dahinter.

      Das macht das Arbeiten damit um einiges angenehmer.

  12. Wo speichert das CMS denn da die Daten ab, wenn keine Datenbank zur Verfügung steht? Wenn diese nur als Datei innerhalb des Servers abgelegt werden, können diese Daten doch einfach ausgelesen werden.

    LG

    1. Hallo Dominik,
      ja, es gibt keine Datenbank und die Daten werden innerhalb der Dateien auf dem Server gespeichert. Das sind Verzeichnisse mit CHMOD777, damit man darauf zugreifen kann. Ich denke, dass da nichts passieren kann. Sonst wäre es doch von Kirby nicht so gemacht.

      Mir wäre auch eine Datenbank lieber, denn ich bin es schon gewohnt, dass ein CMS eine Datenbank braucht, aber wie man sehen kann, gibt es CMS auch ohne die Datenbank. Das für den, der es so besser findet.

  13. Das erinnert mich ein wenig an die Jahrtausendwende, als ich Flash-Seiten via .txt-Dateien mit Inhalt befüllt habe… Ich verstehe die Logik hinter einem CMS ohne Datenbank nicht ganz. Jedes noch so kleine Hosting-Paket kommt doch mittlerweile mit mindestens einer MySQL-Datenbank daher, oder etwas nicht?

  14. Na ja, das weiss ich, aber es gibt eben auch CMS ohne die Datenbank, weil es vll. einfacher zu managen ist. Es gibt sogar viele CMS ohne die Datenbank und da hatten die Entwickler auch an etwas gedacht, was sie dazu bewogen hat, so ein CMS zu entwickeln.

    Man muss halt selbst entscheiden, ob man so ein CMS betreiben möchte.

  15. Früher wäre man froh gewesen ein CMS zu haben das keine SQL braucht.
    Ich habe meine Seiten immer einem html php mix gemacht. Mit fetten Tabellen Konstrukten und so.
    Heute geht kaum noch was ohne Datenbank.

    Grüße
    Lothar

    Man muss halt selbst entscheiden

    *spass button an*
    @Alex Du könntest einem auch wenigsten mal eine Entscheidung abnehmen 🙂 *spass button aus*

  16. Wir setzen Kirby gerade für 3 Projekte (kleine bis mittlere Webseiten) ein und ich bin hellauf begeistert. Man kommt ziemlich schnell zum Ziel.
    Metadaten kannst du einfach in die Textdatei schreiben und dann über die API auslesen und im Template verarbeiten.
    Ungebunden zu sein an eine Datenbank hat für mich unschlagbare Vorteile, Versionierung ist 100% möglich, Test / Staging Systeme kann man sehr einfach aufbauen, etc.
    Durch das Panel kann man den Redakteur aber auch vollständig vom FTP Zwang abkoppeln, denn darüber lässt sich Alles prima bedienen.
    Klaro braucht es grundlegende PHP Kenntnisse, aber die sind ja ganz ehrlich auch bei WordPress sinnvoll 😉

  17. Hallo Franz,
    freut mich, dass du von Kirby CMS so begeistert bist. Ja, ohne die PHP-Kenntnisse kommt man da schnell an seine Grenzen.

    Für Blogbeginner ist Kirby nichts, was man auf die Schnelle nutzen kann. Bei WordPress braucht man ein wenig HTML-Kenntnisse und CSS vll. wenn man es braucht. Man kommt schon ohne PHP zurecht, aber wenn man das kann, kann sicher nicht schaden und man kann mehr anstellen.

  18. Hi,
    es gibt für Leute, die mit Kirby gerne bloggen wollen schon einige auf Kirby basierenden Templates. So zum Beispiel von Baseblog von Sascha Lack. Oder hier sind auch Blog-Themen dabei. Ist also schon möglich, ohne großen Aufwand damit auch ein Blog einzurichten. Aber – wie jemand ja schon vorher sagte – es ist eben keine Blogging-Plattform. Gerade das macht es ja so flexibel. Nur einige der damit schon verfügbaren Dinge (nicht vollständig):
    Projektmanagement
    Knowledge Base
    Blog und Portfolio (Themes)
    – … uvm.
    Kürzlich ist hier ein guter Artikel mit dem Titel “Design & Develop Your Own Blog” geschrieben worden, der auf Kirby aufbaut. Auch nützlich für Kirby-Starter: Plugin-Directory mit einer vielzahl nützlicher Helferlein.

    Das nur mal so für Interessierte, die bisschen mehr in Kirby rein schnuppern wollen und nicht alles zu Fuß machen möchte.

    Gruß,
    /marc

  19. Hallo Marc,
    vielen Dank für deinen umfangreichen Kommentar mit vielen nützlichen Links. Ich habe es mit dem KirbyCMS sein lassen, aber ok, man muss nicht jedem CMS etwas abgewinnen können. Aber da hast du schon Recht, wenn jemand damit starten möchte, sollte sich all diese verfügbaren Informationen ansehen.

  20. Kirby KnowledgeBase hört sich für mich sehr interessant an und vielleicht kann ich es bei Zeiten mal selbst ausprobieren. Mal sehen, ob es so klappt, wie auf GitHub beschrieben steht 🙂

  21. Ich finde Flatfile CMS dutchaus spannend, ob es allerdings Kirby sein muss? Nein, denn mittlerweile gibt es eine ganze Menge anderer auf dem Markt und sogar noch gratis… Den Preis halte ich für so ein kleines Stück Software für überrissen. Aber das muss jeder selber wissen.

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