Google schenkt Webmastern „Page Speed Funktion“

Diese neue Funktion in Google Webmaster Tools drängt sich bei mir förmlich auf und hiermit blogge ich endlich darüber. Ich habe das erste Mal bei Thomas von Blogger-world.de über Page Speed Option gelesen und dann in meinem Google-Account erstmal nachgeschaut, was es mit auf sich hat. Es ist eine neue Option für Webmaster und man kann anhand eines Diagramms das Ladetempo der eigenen Webseite oder eines Blogs messen und schematisch darstellen lassen.

Der eigentliche Dienst ist unter Page Speed zu erreichen und ein Firefox-Addon gibt es inzwischen auch schon. Vorne weg möchte ich sagen, dass ich sehr begrüsse, dass man diese Möglichkeit aus einer Hand, nämlich in den Google Webmaster Tools zur Verfügung gestellt bekam. Andererseits kann man auch online diverse Ladetempoanalyse Tools wie Pingdom Tools nutzen, was einem Webmaster bzw. Blogger sicherlich freisteht.

Da ich meinen Google-Account bereits seit einigen Jahren nutze, kam es mir sehr gelegen auf diese Funktion zuzugreifen und bei meiner Blogdomain nach dem Rechten zu schauen:). Das Ergebnis seht ihr als Diagramm in der Abbildung rechts oben. Man sieht ganz genau den Wandel der Blogentwicklung und die Höhen und Tiefen im Bereich „Langsam“ sind wahrscheinlich mein stetiges Themewechsel im Blog gewesen. Oder wenn der blaue Strich merklich nach oben ausschlug, war die Blogstartseite mal wieder überladen.

Derzeit läuft es ganz ok wie mir das Diagramm zeigen mag. Das Blogtheme ist auch IE-kompatibel und läuft in den modernen Browserversionen ohne Weiteres sowie es mir meine gelegentlichen Tests gezeigt haben. Ich habe auch ein sehr hilfeerzeugendes und praktisches Tool namens IETester auf meinem Notebook. Sicher nicht alles lief damit perfekt, aber es perfekt zu haben, will ich auch gar nicht. Ich wünschte mir, dass die Blogstartseite auch im IE lädt, weil in den Blogzugriffen nachwievor unzählige IE-Nutzer sind und das funktioniert auch.

Wo man auf dem Digramm diese Ausschläge sehen kann, da war die Blogstartseite vermutlich nicht IE-tauglich und somit langsam wie eine Schnecke. Mit der Funktion Page Speed hat Google mal was Nützliches und Hilfreiches in die Welt gesetzt und eure Meinung dazu lässt sich nur durch Kommentare herausfinden :).

Darüber haben mittlerweile Dutzend anderer Blogs berichtet und ich verlinke folgende davon:

Trafficmaxx.de mit umfassendem Beitrag auch über weiteres FF-Addon namens YSlow

Newsportal t3n mit einem Post über unsichtbare Speed-Bremsen in CMS WordPress

Internetblogger.eu mit einer kurzen Erwähnung

SEO-Scout.org stellt Tools wie YSlow und Page Speed auseinander und vergleicht

  • Was haltet ihr davon?
  • Wie langsam/schnell ist ihre Blogdomain?

by Alexander Liebrecht

Autor: Alexander

Ich bin 33j. jung, befasse mich mit dem Blogging, dem Webmastern und bin in den bekannten Social Networks wie Twitter, Facebook und Google+ aktiv. Weitere Blogs von mir sind solche wie Liebrecht.cc und Wpzweinull.ch.Ansonsten treibe ich gerne Sport und fotografiere gelegentlich mit meiner Canon-Kamera.

20 Gedanken zu „Google schenkt Webmastern „Page Speed Funktion““

  1. Pingback: Björn Schumacher
  2. Hallo Alex,

    schön, dass Du über die Website-Leistung in den Google Webmaster Tools berichtest. Sie sind zwar noch Beta und deshalb dort in der Rubrik Google Labs zu finden, aber sie haben bereits jetzt die Diskussion insbesondere unter den Blogger zur Geschwindigkeitsoptimierung deutlich intensiviert.

    Getragen wird diese Diskussion auch durch die Aussage von Google, dass aktuell die Ladezeit einer Webseite noch keine Rolle für deren Ranking bei Google spielt, sich das aber in Zukunft ändern könnte. Allerdings erfolgte hierbei die Einschränkung, dass Geschwindigkeit jetzt schon bedeutsam ist, wenn der Google-Bot aus Performancegründen das Crawlen abbricht. Irgendwie logisch. 😉

    Irgendwo habe ich auch gelesen, dass mit dem Start der neuen Google Suchmaschine Caffeine schnelle Webseiten dann einen kleinen Bonus beim Ranking bekommen sollen.

    Nun aber endlich zu Deinen Fragen:
    1. Gut, dass sich Google auch für ein schnelleres Web einsetzt. Ich habe mich schon oft über lange Ladezeiten von Webseiten geärgert. Das verschwendet – ohne Not – meine Lebenszeit. Dauert es mir zu lange, verlasse ich auch schon mal eine Seite bevor sie geladen ist. Und ich habe DSL 6000. Was muss das erst Surfer nerven und ärgern, die mit noch schlechterer Verbindungsgeschwindigkeit unterwegs sind?

    2. Die Startseite von Webseiten-Infos.de hat seit letzter Nacht laut dem Firefox Addon Page Speed eine Ladezeit von noch rund 0,8 Sekunden! 🙂
    Meine anderen Websites http://www.dieter-welzel.de und http://www.jurafernstudium.de sind dagegen langsamer. Da besteht noch Verbesserungsbedarf und -potential. Werde ich aber leider wohl erst mit einem Relaunch in Angriff nehmen können.

    Beste Grüße
    Dieter

  3. Pingback: Rostock-Blogs.de
  4. @Dieter,
    das Thema stand schon seit mehreren Tagen auf meiner geistigen ToDo-Liste und heute habe ich mich dazu durchgerungen:). Aber sonst wäre es mir vielleicht gar nicht aufgefallen, da man in den GWT wirklich unter die Option „Google Labs“ gehen müsste. Gut, ich habe es auch auf den Blogs gelesen.

    Diese Thematik wird noch vielen Blogs zusetzen, wenn es dann seitens Google wirklich heissen soll, schnellere Webseiten bekämen Privilegien beim Ranking. Dann wird wahrscheinlich jedes Blog versuchen zu optimieren.

    Mir ist das Gefühl des Genervtseins beim Besuch langsamer Webseiten bekannt. Wenn man dazu noch einfaches DSL hat, merkt man die Nachteile des langsamen Ladens erst recht. Falls auch der Google-Bot ins Stocken kommt, ist demnach schon eine kritische Phase erreicht. Das sehe ich ein.

    Die Ladezeit von 0,8 s bei deiner Blog-Startseite ist schon sehr gut. Wenn ich mir überlege, dass unter der Haube dieses Blogs rund 70 Plugins hausen und das Ganze noch einigermassen gut lädt, bin ich sowieso zufrieden und habe kaum zu meckern.

    Alles in allem hoffe ich trotzdem mal, dass Google nach dem möglichen Einführen des Webseiten-Speed-Rankings etwas langsamere Webseiten und Blogs nicht allzusehr benachteiligt. Aber das sehen wir dann, wenn es dazu kommt.

    Danke für deinen langen Kommentar :).

  5. Pingback: Anton Kejr
  6. Hallo Alex,

    danke für Deine lange Antwort. 😉

    Zwei kleine Anmerkungen dazu:
    1. Webseiten-Infos.de läuft auch mit WordPress und immerhin sind dort aktuell 53 Plugins aktiv. Allerdings habe ich einige dieser Plugins bzgl. Geschwindigkeit optimiert (z.B. HTTP-Requests verringert). Zudem fliegen bei mir Plugins, die meine Webseiten (aus)bremsen wieder raus!

    2. Google will nur besonders schnellen Webseiten einen kleinen Bonus bei den Suchergebnissen geben. Einen direkten Malus bekommen langsame Seiten nicht, aber indirekt ist das natürlich ein Nachteil gegenüber schnellen Seiten.

    Beste Grüße
    Dieter

  7. @Dieter,
    ich weiss, dass du viele Plugins durch reinen PHP-Code ersetzt hast. Hut ab! Ich bin da eher unbeholfen, deswegen hole ich mir oft einen Ersatz als Plugin ins Boot. Dennoch muss alles harmonieren. Aber in den letzten Wochen habe ich gar keinen Bock mehr auf neue Plugins, da ich auch feststellte, mein Blog ist bereits von oben bis unten damit abgedeckt :).

    Immerhin sind es bei dir 53 Plugins. Du hast ja recht und ich mache es auch so, dass offensichtlich schlechte Blog-Plugins ruckzuck wieder auf der Bank sitzen müssen und nie wieder ins Spiel kommen.

    Es gibt sicherlich sehr viele reine Webseitenbetreiber, wo man einfach einen Content raufsetzt, ohne dass man sich mit dem Webserver und den technischen Gegegebenheiten auseinandersetzt, gar Kenntnisse darüber besitzt.

    In diesen Fällen werden die Webseiten-Optimierer wieder mehr Geld verdienen können und eigene Dienste anbieten, vorausgesetzt man will eine Webseite wegen einem möglichen Page Speed Rankingfaktor aufmöbeln.

    Ein kleiner Bonus ist auch in meinen Augen OK! Also solls Google doch einführen:)

  8. Pingback: www.colivia.de
  9. Pingback: Piet
  10. Pingback: Linkreview.de
  11. @Alex
    Danke für die Blumen, aber ich kann (noch) kein PHP, geschweige denn programmieren. In eingeschränktem Umfang kann ich aber inzwischen PHP-Code lesen. Entweder gibt es eine Anleitung zum Abändern wie beispielsweise im Buch WordPress professionell einsetzen von Thomas Frütel oder – wenn der Änderungsbedarf geringfügig ist – versuche ich mich schon mal in meinem Testblog mit der Methode Versuch und Irrtum (bekannter als try and error). Mit Geduld klappt das inzwischen relativ häufig.

    Manche Plugins machen es dankenswerter noch einfacher zu handhaben und bieten über ihre Einstellungen an, dass man zugehörigen CSS-Code in das eigene Theme-Stylesheet kopieren kann. Oft gibt es dann die Möglichkeit das zusätzliche Plugin-Stylesheet zu deaktivieren.

    Da kommt dann schon einiges an ersparten HTTP-Requests zusammen. Und deren Bedeutung für kurze Ladezeiten steigt u.a. mit zunehmenden Verbindungsgeschwindigkeiten im Zeitalter von DSL und VDSL.

  12. @Dieter,
    aha, dachte du werkelst immer wieder an dem eigentlichen PHP-Code in WordPress herum. Apropo dieses Buch, das habe ich gerade vor mir liegen und wollte mal darüber bloggen, aber kam dazu nicht mehr.

    Das Buch hatte ich mal via ein Amazongutschein ordern können. Besitzt du also auch ein Exemplar davon!? Dass man ohne massenhaft Geduld bei der Arbeit mit WordPress nicht auskommt, ist mir völlig klar. Ich kenne das allein schon bei einer einfachen WP-Pflege :).

    Ich versuche mich, auf das Bloggen + AllesDrumHerum zu konzentrieren und wenn WordPress nicht läuft, muss ich mir schnell etwas einfallen lassen, aber Gott sei dank, ist dieses CMS mehr oder weniger nicht allzu schwierig zu pflegen bis auf ein paar Plugin-Inkompatibilitäten.

    Natürlich erfordert ein gravierender Eingriff in den PHP-Code auch dementsprechend gute PHP-Grundkenntnisse und sogar mehr.

  13. @Alex
    Core-Code von WP ist für mich tabu. Einzige Ausnahme ist die cron.php wegen dem Pingback-Problem.

    PHP-Code von WordPress-Plugins fasse ich auch nur ganz selten an. Meistens kommentiere ich die echo-Zeilen für HTML-Kommentare im Quellcode aus.

    Das Buch WordPress professionell einsetzen hab ich auch und gefällt mir gut. Wollte auch schon mal eine Buchbesprechung drüber schreiben. Aber leider bin ich dazu noch nicht gekommen. Gott schenke mir mehr Zeit.

  14. @Dieter – naja, das Hauptproblem am Coreupdate ist doch, dass es nicht von langer Dauer ist – das nächste Update steht doch schon vor der Tür;-) dann darfst Du alles wieder nachtragen … nein danke;-)

  15. @Susann
    Genau wegen des Austauschs von Core-Dateien bei Updates lasse ich grundsätzlich die Finger davon. Das ist die „Spielwiese“ der WordPress-Entwickler. 😉

  16. Wirklich nettes Feature, hatte ich im Zuge der Design Umstellung der Webmaster Tools gar nicht wirklich mitbekommen.

    Ich denke mal Google wird dieses Feature eingeführt haben, um den Webmastern einen weiteren Wink zu geben, dass die eigentliche Ladezeit der Webseite nun auch mit ein Rankingfaktor bei Google ist oder?

    Gruß
    Christian

  17. @Christian,
    Google holte sich mit „Page Speed“ ein weiteres Bewertungskriterium ins Haus, auch wenn es nicht so sehr relevant ist. Man kennt es ja von den grossen Blogs, dass diese etwas langsamer laden, aber dank dem hohen Bekannschaftsgrad besser im Ranking dastehen. Jedenfalls glaube ich, dass sehr langsam ladende Webseiten nicht so gut abschneiden werden. Als Webmaster und Blogger optimiert mal so oder so ab und an. Man kommt nicht drumherum, finde ich.

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