Das De-Mail-Projekt des Bundesinnenministeriums, mit dem der Versand von E-Mails so sicher werden soll wie der Briefversand per Post, ist nun in die 6-monatige Pilotphase übergegangen. Wie ZDF-Online meldet, wurde die erste De-Mail auf einer Pressekonferenz des Bundesinnenministeriums in Friedrichshafen verschickt. Gesendet wurde die Nachricht von Bernhard Rohleder vom Hightech-Verband Bitcom an den Karlsruher Internet-Pionier Werner Zorn. Dieser hatte vor 25 Jahren als erster Internet-Nutzer in Deutschland eine E-Mail erhalten. “Die De-Mail macht E-Mails sicher, und zwar für alle“, sagte Bitcom-Geschäftsführer Rohleder. Die De-Mail, so Rohleder weiter, werde E-Government und E-Commerce erst richtig in Schwung bringen.
Vertraulicher Versand
Wenn sie nicht verschlüsselt sind, ähneln E-Mails einer Postkarte, da ihr Inhalt mitgelesen und manipuliert werden kann. Dies soll sich ab kommenden Jahr mit der De-Mail ändern: Jedermann soll vertraulich mit Behörden, Banken und Versicherungen kommunizieren können. Dabei muss sich jeder mit seinen individuellen Ausweisdaten bei einem akreditierten Anbieter registrieren. Die Aufsicht über die Akreditierung und die Einhaltung von Sicherheitsstandards wird das Bundesamt für Sicherheit in der Informationsgesellschaft (BSI) übernehmen.
Einführung erfordert neues Gesetz
Die Einführung der De-Mail erfordert ein so genanntes Bürgerportalgesetz. Der Gesetzentwurf wurde bereits im Februar vom Bundeskabinett beschlossen und dem Bundesrat vorgelegt. Mit seiner Verabschiedung sei jedoch erst in der kommenden Legislaturperiode zu rechnen.
Verwahrung elektronischer Dokumente in Safe geplant
Neben dem sicheren Versand von De-Mails, ist die Aufbewahrung vertraulicher Dokumente in einem elektronischen Safe vorgesehen. Bei der Speicherung, so Peter Schaar, Bundesbeauftragter für den Datenschutz, seien die Dokumente jedoch nur dann vor unbefugtem Zugriff sicher, wenn sie verschlüsselt gespeichert würden und die elektronischen Schlüssel bei den Betroffenen verblieben.
Portokosten und Einsparungen
Da für die Einrichtung der aufwendigen Sicherheitstechnik zur Verschlüsselung und Speicherung von De-Mails auf die Provider erhebliche Kosten zukommen, könnten für den Versand von De-Mails Portogebühren anfallen. Einsparungen erhofft sich jedoch die Bundesregierung: Da die De-Mail ab kommendem Jahr den Versand vertraulicher Unterlagen gestattet, hofft sie auf Einsparungen von ca. 1,5 Milliarden Euro und hofft auf einen Bürokratieabbau.
Weitere Infos
auf Tagesschau.de
Link zum aufschlussreichen Youtube-Video
by F. König
Ein interessanter Bericht von meinem Sponsor, dem Florian König von Danto.de:-) Und ich habe jetzt noch selbst recherchiert und habe mir das YouTube-Video angeschaut.
Hm…man kann diese Aktion sowohl positiv als auch negativ sehen. Also die Fürworter stellt so eine DE-Mail sicher zufrieden und die Gegner sehen darin einen weiteren Schritt in Richtung “Gläserner Bürger“.
Du hast schon in diesen deinerseits geäusserten Punkten recht und sowas geht nicht an, dass wir Steuerzahler noch für solche Vorhaben zahlen müssen:-( Die Sicherheit im Email-Wechsel begrüsse ich selbst sehr gerne, aber die Sache mit einem besonderen Extra-EmailAccount könnte einen User einfach nur nerven.
Mal schauen, wie es sich hierzulande etablieren wird!?? Ich führe gerne einen Email-Wechsel mit Behörden und das geht ohne Probleme. Die Frage ist ja auch, ob ein normaler Webuser neben seinem gewohnten Email-Account noch DE-Mail-Konto betreiben und pflegen möchte!?
Bei solchen Artikeln kannst du das bloggen auch sein lassen. Abschreiben kann jeder.
Wie wäre es mit Kritik? Gemacht wird das ganze von T-Systems und dem Innenministerium. Also von der Firma die ihre Mitarbeiter ausspionieren lässt, ständig Kundendaten verliert und dafür bekannt ist Projekte in den Sand zu setzen, zusammen mit dem Auftraggeber für den Bundestrojaner.
Super Sache das…
@Felix,
gebloggt wurde es durch meinen Partner-Blogger und ich kann dir nicht sagen, ob der Beitrag i-wo abgeschrieben worden ist. Da vertraue ich dem Florian, wenn er ab und an in meinem Blog zugange ist.
Danke aber an dieser Stelle für die konstruktive Kritik zum Thema DE-Mail. Auf das Ausspionieren von Daten ist wohl demnach kein einziger privater Webuser scharf. Daher meinte ich auch, muss man sehen, ob das System überhaupt akzeptiert wird.
Meine Behörden-Emails werde ich dennoch wie gehabt schreiben und das mit dem Datenabgleich des Persos, das muss man wohl nicht unbedingt haben.
Wenn er den Beitrag doch interessant findet, kann er diesen doch ein wenig umgeschrieben auch nochmal wiedergeben, um den Beitrag besser zu verteilen.
Wenn der Blogger der Meinung ist das Thema ist relevant für seinen Blog kann er doch darüber schreiben oder?
P.s. Jetzt wäre ein follow up gut, da die verschlüsselte Email ja gerade gelauncht wurde.
Vielleicht gibt es das ja schon, aber bin gerade über Google gekommen und war noch nicht am suchen
)
15:57
Als behördliche interne Kommunikation mag es sich ja durchsetzen, aber auch da hätte es sicher bereits vorhandene Alternativen gegeben :-/